Kapitel 17
Er grinst mich wissend an. „Bin mir sicher.“
Ich ignoriere seinen Kommentar und gehe auf ihn zu, um sein Tattoo genauer anzusehen. Ich weiß nicht warum, aber es hat mich fasziniert. Als ich in seiner Nähe war, sah ich, dass das Tattoo ein Symbol war. Ich habe noch nie ein Symbol wie dieses gesehen und war neugierig. „Was bedeutet es?“, frage ich.
Er sieht das Tattoo an und dann wieder mich. „Es bedeutet Stärke.“ Dann grinst er verschmitzt. „Du kannst es anfassen, wenn du willst. Du weißt, dass du es willst.“
Ich verdrehe die Augen und schnaube. „Ich fasse dein-“ Der Rest meiner Worte wird abgeschnitten, als Tyler meine Hände packt und mich zu sich zieht. Überrascht verliere ich das Gleichgewicht und falle auf ihn. „Tyler!“, schreie ich, geschockt von dem, was er getan hat. Er legt seine Arme um mich und drückt mich runter, so dass ich mich nicht bewegen kann. „Tyler, lass mich sofort los!“, schreie ich.
Tylers Brust grummelt, als er lacht. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich auf seiner nackten Brust liege. Tylers Augen funkeln vor Lachen. Er amüsiert sich eindeutig. „Tyler, wenn du nicht-“ Meine Warnung wird unterbrochen, als ich höre, wie sich die Klinke an Tylers Zimmertür dreht.
Ich schnappe überrascht mit dem Kopf herum, meine Augen weiten sich vor Schock. Oh Gott, das wird peinlich! Ich kann nichts tun, außer darauf zu warten, wer auch immer das Zimmer betritt.
„Na komm schon. Ich verstehe, dass ihr es kaum erwarten könnt, euch an die Gurgel zu gehen, aber habt wenigstens die Anstand, das nächste Mal die Tür zu verriegeln.“
Die Person, die gesprochen hat, ist Seth. Er steht im Türrahmen, ein amüsiertes Lächeln auf seinem Gesicht. Er hält ein Sixpack Bier in der Hand. Ich spüre, wie mein Gesicht heiß wird, wegen dem, was er gesagt hat. Ich höre, wie Tyler kichert, wodurch mir klar wird, dass ich immer noch auf ihm liege. Er lässt mich endlich los und ich stehe sofort auf.
„Ich...äh...wir waren nicht...er...“ Ich stocke, während ich mich bemühe, die richtigen Worte zu finden. Mein Gesicht wird sekündlich röter. Es ist mir ein bisschen peinlich, dass Seth uns in dieser Position erwischt hat, obwohl ich froh bin, dass es nicht Tylers Mama war. Das wäre super peinlich gewesen.
Pötzlich platzen beide Jungs in Gelächter aus. Ich verschränke die Arme und starre beide an. Endlich hören sie auf zu lachen und Seth sagt. „Alter, du hättest dein Gesicht sehen sollen.“
„Ha ha. Sehr witzig. Dafür kriege ich dich noch zurück.“, sage ich zu Seth.
Seth sieht hinter mich zu Tyler, der jetzt neben mir steht. „Du hast hier ein lustiges Mädel, Tyler.“
„Erstens bin ich nicht Tylers Mädchen und zweitens, rennt ihr einfach so in die Häuser der anderen?“, frage ich.
„Als ich Tyler vorhin geschrieben habe, hat er gesagt, ich soll einfach reinkommen.“, antwortet Seth, als er zum Tisch geht und das Sixpack Bier darauf abstellt. „Ich wusste nicht, dass ich etwas verhindere.“, er sieht mich an und grinst.
Ich verdrehe die Augen. „Hörst du bitte damit auf? Es ist nichts passiert. Der einzige Grund, warum ich hier bin, ist, weil ich aus meinem Haus ausgesperrt bin.“
„Stimmt.“, neckt Seth und Tyler geht auf ihn zu und gibt ihm ein High Five.
„Weißt du was? Ich habe keine Zeit für euch Idioten.“, sage ich, während meine Augen auf das Bier auf dem Tisch wandern. „Ihr könnt tun, was auch immer ihr tun wollt. Ich gehe runter, um etwas zu finden, womit ich meine Zeit verbringen kann.“
Bevor ich mich umdrehen und gehen kann, sagt Tyler. „Ich weiß, womit du deine Zeit verbringen kannst.“, er grinst verschmitzt.
„Nein danke, Tyler. Ich werde nicht eine deiner Eroberungen sein.“, sage ich.
Tyler zieht seine Augen in falschem Schock hoch. „Davon habe ich nicht geredet.“, sagt er, aber er grinst immer noch verschmitzt. Wir beide wissen, dass er einen sexuellen Kommentar macht. „Ich habe mich darauf bezogen, dass du etwas trinkst und dich uns anschließt.“
„Stimmt.“, sage ich zu seiner lahmen Ausrede. „Nun, nein danke. Ich habe keine Lust, mich an verantwortungslosem Mist zu beteiligen.“, als ich das sage, klingelt Seths Telefon und er nimmt es aus der Tasche und nimmt es an. Er spricht ein paar Sekunden in den Hörer, bevor er auflegt.
Er sieht Tyler an. „Das war meine Mama. Sie will, dass ich ein paar Sachen für sie hole.“
„Okay, cool, Mann.“, Tyler macht das High Five mit ihm, bevor Seth seine Autoschlüssel vom Tisch neben dem Bier nimmt und durch die Tür zurückgeht. Tyler dreht sich wieder zu mir um. „Also, jetzt sind nur noch du und ich.“
Ich verdrehe die Augen, gehe zu seinem Bett und setze mich auf das Ende davon und lehne meinen Rücken an die Wand hinter mir. Ich nehme mein Handy aus der Tasche und beschließe, meine sozialen Medien zu checken, um mir die Zeit zu vertreiben. Ich hatte mich gerade bei meinem Snapchat-Account angemeldet, als Tyler sich auf das Bett setzt und mir mein Handy aus der Hand nimmt.
„Tyler! Was machst du?“, sage ich und krabble nach meinem Handy, aber Tyler entfernt sich schnell auf dem Bett von mir. „Komm schon, gib das zurück!“
„Nö.“, sagt er grinsend. Genervt möchte ich das Grinsen von seinem Gesicht hauen.
„Ich sagte, gib mir mein Handy zurück!“, sage ich und versuche, bedrohlich zu klingen. Ich krabble auf dem Bett auf ihn zu und strecke mich nach meinem Handy. Je mehr ich mich danach strecke, desto weiter entfernt er seine Hand von mir. Bei meinen Bewegungen, um mein Handy zurückzubekommen, merke ich nicht, dass ich komplett auf dem Bett neben Tyler liege. Mein Körper ist an seinen gepresst, während ich versuche, mein Handy zu holen. Um mein Handy zu erreichen, müsste ich komplett auf ihn klettern. Und das mache ich auf keinen Fall.
„Willst du dein Handy?“, fragt Tyler mich und grinst.
Ich versuche, mich von unserer Position nicht beeinflussen zu lassen, und nicke. „Ja!“