Kapitel 24: Laut
"Warum bist du so laut?"
Vale kam mit einem angepissten Gesichtsausdruck aus ihrem Zimmer. Es ist 2 Uhr morgens!
"Tante, geh erstmal wieder schlafen."
Die alte Nianci zögerte: "Was ist mit den Wachen? Ich habe Schüsse gehört..."
"Den geht's gut. Die sind KO." Keith grinsde.
Die alte Nianci schaute Vale mit besorgtem Gesichtsausdruck an.
"Tante, alles gut. Er tut mir nichts."
Die alte Nianci seufzte, bevor sie endlich das Zimmer verließ.
"Warum bist du gegangen?"
Keiths Bein bewegte sich automatisch, um Vale in Richtung ihres Zimmers zu folgen.
"Ich bin widerlich, erinner dich? Ich gehe, weil ich Angst habe, dein VIP-Zimmer zu verpesten."
Vale blieb an der Zimmertür stehen.
Sie drehte sich um und hob die Augenbrauen, als sie Keith hinter sich sah.
"Warum folgst du mir? Geh dahin, wo du hingehörst."
Sie öffnete die Tür und wollte sie gerade schließen, als Keith sie aufhielt.
"Ich bin müde."
"Geht dich nichts an."
"Was ist, wenn ich in diesem Zustand einen Unfall habe, wenn ich Auto fahre?"
"Interessiert mich nicht."
"Lass mich eine Nacht bleiben. Ich gehe morgen.", flehte Keith.
"Such dir selbst ein Zimmer.", versuchte Vale die Tür zu schließen, als Keith sie noch einmal aufhielt.
"Ich will mit meinem Baby schlafen."
Vales Gesicht wurde schwarz: "Wer ist dein Baby? Hau ab!"
"Ich meine...unser Baby. Was denkst du?"
Vales Augen brannten heiß und ihre Wangen erröteten leicht.
"Das Bett ist nicht für zwei Personen geeignet. Hau ab!"
"Aber ich bin Gast."
Vale musterte ihn: "Gast? Warum hast du dann meine Wachen ausgeschaltet?"
Ihre Augen blitzten: "Warum stehst du nicht stattdessen Wache? Was ist, wenn die Diebe ins Haus kommen?"
Keith war sprachlos. Er suchte schon stundenlang und war total fertig. Sein Körper schmerzte und sein Geist war verschwommen.
"Tch! Ich bin müde. Lass mich zuerst das Bett sehen.", schlüpfte Keith wie eine Schlange hinein.
Sein Mund verzog sich zu einem Grinsen, als er das Queen-Size-Bett im Zimmer sah. Er grinste Vale an, die wütend war, bevor er weiter in den Raum ging.
Vale verfluchte ihn wiederholt mit leiser Stimme, als sie die Tür schloss.
"Fluch nicht zu viel. Was ist, wenn das Baby als erstes Wort flucht? Hm?"
Vales Herz sprang aus ihrer Brust. Sie drehte sich um und sah den Mann mit dem Rücken zu ihr.
Hat er Augen auf seinem Rücken?
Sie beobachtete, wie Keith sich vor ihr auskleidete. Sie schluckte und sah seinen geformten Rücken.
Ihre Augen wanderten zu seinen nackten Beinen.
Aaaah! So stark und sexy!
Vale wischte sich hastig den Mund ab, als ihre Wangen erröteten.
Warum macht dieser Mann immer, was er will?
Keith sprang aufs Bett, bevor Vale etwas sagen konnte.
"Du...! Geh zuerst duschen!"
"Ich bin müde", grummelte Keith.
Vale schnaubte, bevor sie sich dem Bett näherte.
Sie schaltete das Licht im Raum aus und schaltete die kleine Lampe auf dem Nachttisch an.
Sie lehnte sich auf dem Bett zurück, bevor sie den Mann neben sich ansah.
Es ist schon zu lange her, dass sie sich ein Bett geteilt haben.
Sie war ziemlich überrascht, als sich sein Atem allmählich beruhigte. Sieht so aus, als wäre er wirklich müde.
Hat er seine kostbaren Stunden damit verbracht, nach ihr zu suchen?
Hmph! Geschieht ihm recht!
"Wenn du mich wieder demütigst, renne ich zu den Eisgipfeln. Mal sehen, ob du mich dann finden kannst."
Nach kurzer Zeit schlief auch sie fest ein und lauschte seinem Atem.
***
"Guten Morgen."
Vale öffnete ihre verschlafenen Augen und lehnte sich im Bett zurück und gähnte.
Sie sah auf das Tablett in Keiths Hand. Es gab etwas Milch und ein Traubensandwich.
"Iss."
Vale runzelte die Stirn. Vielleicht wegen ihrer Schwangerschaft oder ihrer Miesepetrigkeit am Morgen, sie schob das Tablett weg.
"Warum bist du noch hier? Hau ab!"
Es war so unerwartet, und Keith hat es nicht rechtzeitig geschafft.
Sie sahen zu, wie das Tablett mit einem lauten Knall auf den Boden fiel.
Die Milch spritzte aus dem zerbrochenen Glas, als das Sandwich auf dem Boden landete.
"Ich..." Vale sah den fassungslosen Blick in Keiths Gesicht.
Er stand ein paar Sekunden wie angewurzelt da, bevor er sich auf den Boden kniete und das Sandwich und das zerbrochene Glas langsam wieder auf das Tablett legte.
Er nahm seine Jacke, um den Boden abzuwischen, bevor er aufstand und das Zimmer verließ, ohne sich umzudrehen.
Vale hatte das Gefühl, als würde ihr jemand immer wieder mit einer Nadel ins Herz stechen.
"Keith...Keith..." sie stand auf und wackelte eilig zur Tür.
"Tante! Tante Nianci!"
Die alte Nianci kam eilig aus der Küche.
"Was ist passiert? Bist du verletzt?" Sie musterte Vales Körper nach Verletzungen, fand aber keine.
"Der Mann von gestern Abend...wo ist er hingegangen?" sie ging eilig zur Eingangstür, als sie eine Bewegung in ihrem Bauch spürte.
"Ugh!"
"Vale!" Das Gesicht der alten Nianci wurde blass.
"Ich bin okay...halt ihn zuerst auf!" drängte Vale.
Die alte Nianci rannte zur Eingangstür und öffnete sie.
Keith wollte gerade aus dem Tor gehen, als die alte Nianci schrie: "Der Bauch der Herrin tut weh!"
Das hörte Keith sofort und rannte ängstlich zurück.
Er sah, wie Vale sich bemühte, sich mit den Händen auf dem Bauch auf das Sofa zu bewegen.
"Gehen wir zurück ins Krankenhaus.", unterstützte Keith sie mit besorgtem Gesichtsausdruck auf dem Sofa.
In dem Moment, in dem sie sich auf das Sofa setzten, sprang Vale sofort in seine Arme.
"Es tut mir leid! Es tut mir leid!" Sie umarmte seinen Hals fest und vergrub ihr Gesicht in seinem Nacken, als sie weinte.
Keith erinnerte sich an das, was der Arzt über ihre Emotionen gesagt hatte, und wurde sofort nervös.
"Schon gut...schon gut...weine nicht mehr. Vergiss das Baby nicht...", klopfte er sanft auf ihren Rücken.
Vale schluchzte jedoch stärker, als sie seine Worte hörte.
Die alte Nianci, die zusah, wischte sich ihre Tränen ab, als sie ihre Schluchzer hörte.
Sie hatte Keith früher in der Küche gesehen und gesehen, wie er ein Sandwich und ein Glas Milch zubereitete.
Später kehrte er mit zerbrochenem Glas und dem Sandwich in Unordnung in die Küche zurück. Sie sah auch die nasse Jacke in seiner Hand.
Sein Gesicht war ausdruckslos, aber sein Rücken war gekrümmt.
Als sie sich die Tränen abwischte, sah die alte Nianci einen Schatten neben sich.
Sie drehte sich um und fand die beiden Wachen an der Tür, die die Szene voller Ehrfurcht beobachteten.
Sieht so aus, als hätte die Herrin ihren Liebhaber gefunden.
"Was macht ihr hier? Wer hat euch befohlen, euren Posten zu verlassen?!"
Die alte Nianci schaute sie streng an.
Die beiden Wachen grinsten, bevor sie sich beeilten, aus dem Haus zu kommen.