Kapitel 92 Gib dir eine Umarmung
Die Art und Weise, wie Li Yunyuns Mutti sich bedankte, war voll krass, voll peinlich für die Mädels.
Scheint, dass ihre Mutti in Arial Stadt arbeiten ging, weil ihre Ernte durch den ganzen Schnee voll am Arsch war und sie voll viel Kohle verloren haben in der Zeit.
Die ganze Family hatte voll kein Einkommen mehr, und der ganze Stress vom Leben kam voll auf sie zu.
Zeng Dads Dad ist eigentlich voll korrekt und ehrlich, aber er hat voll wenig Ahnung und kann nicht mal richtig lesen. Lis Mutti meinte, sie soll nach Arial Stadt kommen und sich einen Job suchen, und mit dem Geld, was sie verdient, die Family unterstützen.
Zu der Zeit suchte irgendwer aus dem Dorf Arbeiter für die Stadt, und die Family dachte, das wär voll gelogen, aber ihre Mutti dachte, sie ist schon voll die Alte, da kann sie nirgends bescheißen, also ist sie los.
Ihre Mutti dachte auch, wenn sie in Arial Stadt arbeitet, ist sie näher an ihrer Tochter dran, und die zwei können sich voll gegenseitig helfen, falls was ist.
"Voll viel."
Kaum kam Li Yunyun aus dem Bad, sah sie ihre Mutti im Gang stehen und warten.
"Mutti?" Li Yunyun war voll überrascht und ging hin. "Warum bist du nicht beim Essen?"
"Ich bin satt." Lis Mutti sah voll ernst aus und guckte sie voll an, als ob sie was sagen will.
"Mutti, hast du was zu sagen?"
"Mädel." Lis Mutti überlegte, "Na ja, was Mutti sagen will ist: Deine Mitbewohnerinnen sind voll die guten Kids, die wissen, wie man anderen hilft, obwohl sie noch jung sind. Wir, obwohl unsere Family arm ist, dürfen wir nicht arm im Geist sein. Obwohl dich alle zum Essen einladen, müssen wir voll reaktiv sein. Wenn wir die Hilfe von anderen annehmen, müssen wir auch wissen, wie man dankbar ist."
"Mutti..." Li Yunyun runzelte die Stirn. "Warum redest du plötzlich davon?"
"Mutti hat Angst, dass du in den Augen der anderen zum Gratisesser wirst."
"Nee, meine Mitbewohnerinnen denken das nicht."
"Das hab ich gesagt, aber was andere im Herzen denken, sagen sie dir nicht."
"Mutti..."
"Deine Mitbewohnerinnen laden dich zum Essen ein, ist ne gute Sache, voll nett. Wenn wir diese Nettigkeit annehmen, müssen wir wissen, wie man dankbar ist. Auch wenn wir nix haben, Mutti will, dass du beim Putzen vom Zimmer oder beim Kochen für sie mehr mitmachst, damit andere unsere Aufrichtigkeit sehen und wissen, dass wir nicht nur da sind, um zu fressen."
In dem Moment kam Zeng Shao vorbei und stand hinter den dicken Säulen im Gang, als ob sie alles, was die gesagt haben, voll mitgehört hat.
Sie drehte um und ging zurück zum Tisch.
"Hast du nicht gesagt, du musst aufs Klo? So schnell zurück?" Su Xiaoman hat sich ein Stück Fisch geschnappt und gefragt.
Er hat sie angeguckt und ihnen alles erzählt, was er gerade von Li Yunyun und ihrer Mutti gehört hat.
Danach waren alle drei still.
*
Als sie nach dem Essen bezahlen wollten, wollte Su Xiaoman das voll machen, aber Lis Mutti hat sie aufgehalten.
"Tante, komm schon." Lis Mutti guckte sie an. "Ihr seid noch Studenten, und ihr habt noch keinen Job. Ihr könnt mich nicht mehr behandeln. Tante ist erwachsen und hat das Geld, um euch zum Essen einzuladen."
Su Xiaoman wollte noch was sagen, aber Zeng Shao hat sie aufgehalten.
Die Rechnung hat Lis Mutti bezahlt.
Nachdem alle aus dem Restaurant raus waren, hat Lis Mutti sie noch angequatscht und Li Yunyun eingeladen, um ihren Dank zu zeigen.
Ich hab mich voll unwohl gefühlt.
Dieses Unwohlsein kommt nicht von Lis Muttis Dankbarkeit, sondern, weil ihre Mutti immer so überempfindlich und minderwertig ist, und immer das Gefühl hat, dass Li Yunyun es nicht verdient, ihre gute Schwester zu sein.
Auf dem Weg haben sie voll Smalltalk gemacht.
Zeng Shao und Lis Mutti sind langsam nach hinten gerutscht. Nach ner Weile Stille hat sie endlich gesagt: "Tante."
"Hm? Was ist passiert, Zeng Shao?"
Zeng Shao blieb stehen, drehte sich um und guckte Lis Mutti an, voll ernst und aufrichtig: "Ich will dich nur fragen, Li Yunyun ist unsere beste Freundin und unsere beste Schwester. Wir sind wie ne Family. Wenn wir Family sind, brauchen wir kein Dankeschön, wenn wir uns helfen. Egal was in Zukunft passiert, vielleicht gehen alle nach dem Abschluss getrennte Wege, aber solange unsere Herzen verbunden sind, sollen wir uns nicht trennen."
Nachdem sie lange geredet hatte, guckte Lis Mutti sie einfach nur an und sagte nix.
In der Stille war Lis Muttis Gesicht etwas verlegen und beschämt.
Lis Mutti hat auch gemerkt, dass sie gehört hat, was sie mit Li Yunyun geredet hat.
Nach ner Weile sagte sie: "Also, Tante, wir laden gerne Leute zum Essen ein. Du musst dich nicht schuldig fühlen. Du hast immer das Gefühl, du schuldest uns was. Eigentlich fühlen wir das nicht so."
Lis Mutti hat plötzlich gelächelt, mit Tränen in den Augen.
"Na ja, Tante weiß es, Tante wird es nie wieder sagen."
*
Nachdem sie Lis Mutti verabschiedet hatten, haben die vier am Nachmittag angefangen, zu jobben.
Diesmal waren Zeng Shao und Su Xiaoman im ersten Team, und An Xiaochun und Li Yunyun im ersten Team.
"Warum hat ihre Mutti das gesagt?" Su Xiaoman kann das echt nicht verstehen.
Zeng Shao überlegte kurz: "Tante ist einfach und ehrlich, vielleicht will sie nicht, dass Li Yunyun uns für nix essen muss. Das ist auch ihre Ambition. Wie sie sagte, die Leute sind arm, aber sie dürfen nicht arm sein, sonst werden sie runtergemacht."
*
Sie machen früher Feierabend und hören um 16 Uhr auf zu arbeiten.
Zurück in der Schule hat Su Xiaoman gesagt, sie gehen in die Mensa. Statt mitzugehen, ist Zeng Shao heimlich zur Eislaufbahn gegangen.
Klar, Gu Qingrong trainiert noch auf der Eislaufbahn.
Coach Zhou Xin ist nicht da, auch nicht sein Teamkollege Lin Dongri. Er ist allein.
Zeng Shao stand draußen an der Bahn und hat ihn mehrmals angeschrien. Der Sound hat sich sofort in der leeren Eislaufbahn verbreitet, und das Echo hat gebebt.
Gu Qingrong hat die Stimme gehört, hat sie gesehen, ist gerutscht und schnell zu ihr gerannt.
Er hat seinen Helm abgenommen. In diesem Winter war seine Stirn voll verschwitzt und sein Gesicht war rot vom Helm.
"Hast du nen Nebenjob gemacht?" Gu Qingrong hat nach ihrer Kopfhaut gegriffen.
"Na ja, gerade Feierabend." Während sie das sagte, hat sie an was gedacht und hat ne Süßigkeit aus ihrer Tasche geholt. "Hier hast du."
Gu Qingrong hat kurz innegehalten und die Süßigkeit genommen. "Was ist das?"
"Ich hab's dir mit dem Gehalt gekauft, was ich heute von meinem Nebenjob bekommen hab."
Gu Qingrong hat die Augen gesenkt, seine Augen fielen auf die Süßigkeit in seiner Handfläche, und sein Herz war voll sauer.
Die Süßigkeit ist voll schön, rund, Pandaförmig, mit zwei Augen und nem schneeweißen Körper, wie ein Schneeball.
Sieht so aus, als wäre es gekauft, um Kinder zu verarschen.
Der Junge kicherte und guckte sie an.
"Wie? Ist es gut aussehend?" Sie konnte es kaum erwarten, zu fragen.
"Na ja, es ist schön und süß." Genauso wie du.
"Ich mag es. Du magst es." Zeng Shao hat seine Hand geschoben. "Mach es auf und iss es. Ich denke, du trainierst den ganzen Tag, hast noch nicht gegessen? Gleich mal Energie tanken."
Der Junge hat die Süßigkeit voll geschickt ausgepackt, sie in den Mund gesteckt und genickt: "Na ja, es ist voll süß!"
*
Die zwei saßen nebeneinander in der Zuschauermenge und haben sich ausgeruht, haben ihren Kopf gehalten und ihm beim Naschen der Süßigkeit zugesehen.
Die Süßigkeit im Mund, die Wangen voll, wie ein kleiner Hamster, der Essen versteckt, der Mund bewegte sich, voll cute.
"Frohes neues Jahr, Gu Qingrong." Die Augen des Mädchens sind sanft, das mag er voll.
Gu Qingrong hat die Augenbrauen hochgezogen und sie angesehen: "Hast du es nicht gerade im Qingyu See am frühen Morgen gesagt?"
"Das ist nicht das Ende von Neujahr, aber ich kann es dir trotzdem sagen." "Was noch, obwohl dieser Zucker ein bisschen billig ist, ist es auch ein Neujahrsgeschenk, das ich dir gegeben habe."
Sie wollte ihm eigentlich Geschenke vorbereiten, aber er war immer mit dem Training beschäftigt. Er ist am Neujahrstag nicht mal ausgegangen, und hat klargemacht, dass er keine Geschenke braucht, also hat sie nix vorbereitet.
Sie hat ihn gefragt, warum er nicht.
Er hat rechtmäßig gesagt: "Ich will nicht, dass du dir noch mal deine Finger zerstichst, um Schals zu stricken, wie Weihnachtsgeschenke."
Bei so nem Selbstverletzungsverhalten hatte er das Gefühl, dass er sie nicht mehr machen lassen kann.
Nachdem sie das gehört hatte, schwieg sie und sagte, sie würde das nie wieder tun.
"Danke." Unter der Süßigkeit ist ein kleiner Stock. Wie ein Lutscher hat Gu Qingrong ihn rausgenommen und sich angesehen.
Die zwei waren ne Weile still, und Gu Qingrong hat plötzlich gesagt: "Da du mir Geschenke gegeben hast, soll ich dir auch ein Geschenk geben?"
"Hm? Du hast ein Geschenk für mich?" Ich war überrascht.
Er war den ganzen Tag beschäftigt, also denk ich nicht, dass er Zeit hat, ihr Geschenke zu kaufen.
"Ja." Er sagte: "Komm her."
Zeng Shao stand auf und ging mit ner Prise Salz zu ihm.
In dem Moment stand Gu Qingrong auch auf, hat nach ihrer Hand gegriffen und gemerkt, dass ihre Handfläche voll kalt war.
Es ist Winter, und es schneit die Tage. Heute hat es endlich aufgehört, und die Temperatur ist unter Null gefallen.
Zeng Shao ist gerade von draußen zur Schule zurückgekehrt. Auf dem Weg hat der Nordwind ihr ins Gesicht geblasen, und ihre Handflächen waren fast rot vor Kälte.
"Hm? Was für ein Geschenk?" Nachdem ich das Chaos überstanden hatte, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich in ner warmen Umarmung war.
Diese Umarmung ist heiß und heiß.
Der Junge hatte gerade das Training beendet, und die Körpertemperatur vom ganzen Körper ist gestiegen. Er wurde ne Weile fest gehalten, und sein Körper war aneinander geklebt, was ihn offensichtlich heiß gemacht hat.
Er sagte: "Ich gebe dir ne warme Umarmung."
Zeng Shao: "…"
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