KAPITEL 9
Zenia: Spar dir das ?
Ich: Jo, ich weiß, dass du mich magst.
Zenia: Nur als Freund.?
Ich schmiss mein Handy weg und schlief ein.
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Ich wachte um 18:30 Uhr auf. Ich ging runter und fand Mama und Dad, die am Fernseher saßen. Ich setzte mich zu ihnen.
"Hey, Sohn. Was ist los mit dir?" fragte mich mein Vater.
"Nichts, Dad." antwortete ich kurz.
"Geht es dir gut?" fragte jetzt Mama.
"Ja, mir geht's gut, Mama."
"Madison hat angerufen. Sie meinte, sie wäre so aufgeregt, dass sie schon angezogen war und auf dich wartete", sagte Dad als Nächstes.
Ich sprang von meinem Sitz auf und ging zum Aufzug.
"Scheiße! Scheiße! SCHEIßE!" schrie ich, als ich in mein Schlafzimmer stürmte, mich aus den Klamotten schmiss und unter die Dusche rannte.
Ich hatte das Abendessen mit Madison vergessen. Und sie war schon angezogen und wartete!
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Nach zehn Minuten kam ich aus der Dusche, trocknete mich ganz schnell ab, cremete mich ein und zog mir eine saubere Klamottenkombi an: Eine einfache graue Jeans, ein schwarzes Longsleeve-Shirt, meine schwarzen, grauen und weißen Jordans, meine goldene Rolex und meine goldenen Ohrstecker.
Ich kämmte mein Haar nach hinten, schnappte mir meine Autoschlüssel und rannte nach unten.
"Tschüss, Mama und Dad. Ich bringe Madison jetzt zum Abendessen!" rief ich ihnen zu, als ich an ihnen vorbei rannte, um rauszugehen.
Ich stieg in mein Auto und drückte aufs Gas. Ich schaute auf die Uhr in meinem Armaturenbrett. 19:20 Uhr.
Verdammt. Ich bin schon zwanzig Minuten zu spät!
Madison wohnte nicht weit weg von meinem Haus. An sonnigen Tagen kam sie normalerweise zu mir nach Hause, um mich zu sehen und sich mit Emily zu unterhalten, bevor Emily Miss World wurde.
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"Tut mir leid, dass ich zu spät bin", sagte ich, als ich aus dem Auto stieg, als ich ihr Haus erreichte und sie draußen auf der Veranda stehen sah, ganz traurig aussehend.
Ich öffnete die Beifahrertür und sie kam auf mich zu.
"Danke, dass du gekommen bist", sagte sie, als sie sich auf den Sitz gleiten ließ.
"Du bist nicht sauer? Ich war zu spät und habe dich warten lassen", sagte ich, als ich mich wieder auf meinen Sitz setzte und das Auto startete.
"Nein, ich bin nicht sauer. Ich bin sehr glücklich, wieder Zeit mit dir zu verbringen."
Ich schenkte ihr ein Lächeln, zog meinen Sicherheitsgurt an und fuhr uns zu einem sehr schicken Restaurant, das ich auf Google Maps gesehen hatte. Im Gegensatz zu Evan und Emily hasste ich es, wegzugehen. Ich saß lieber zu Hause, schaute Netflix mit einer großen Schüssel Popcorn und Limo.
Alex und Jack nannten mich immer eine Memme, weil ich sie immer versetzte, wenn sie sich mit uns treffen wollten.
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Madison und ich kamen in einem sehr gehobenen italienischen Restaurant an. Eine Kellnerin begrüßte uns und führte uns zu einem Tisch.
Wir bestellten Sachen von einer Speisekarte, die wir nicht einmal richtig aussprechen konnten, aber das Essen schmeckte köstlich und Madison schien zufrieden zu sein.
Nach dem Dessert saßen wir da und redeten ein bisschen. Sie erzählte mir von ihren Träumen im Leben und ich erzählte ihr von meinen.
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Wir verließen das Restaurant und gingen zu einer Hausparty, auf der Madison unbedingt ihren Geburtstag ausklingen lassen wollte. Es war ihr Geburtstag, ihr Tag, also willigte ich ein.
Wir kamen zu einem durchschnittlich großen Haus, etwa eine Meile vom Restaurant entfernt. Laute Musik machte mich schon taub.
"Mads, es ist Montag! Wer schmeißt an einem Montag eine Hausparty?" Ich hatte keinen Bock darauf.
"Das ist eigentlich für mich. Und die Gastgeber sind gemeinsame Freunde!"
Wir stiegen aus dem Auto und gingen langsam auf das Haus zu. Madison vorneweg und ich folgte mit den Händen in den Taschen.
Sie sprach mit einem Typen, der an der Tür stand. Ich blieb zurück und beobachtte sie einfach. Dann winkte sie mir zu. Ich ging langsam näher.
"Wir sind dabei. Los geht's!" Sie zog an meinen Armen und wir gingen durch die Tür.
Drinnen war alles mit verschiedenen Neonfarben dekoriert, die sich auf allen spiegelten. Leute knutschten schon auf dem Boden herum und eine gepflegte Bar war eingerichtet.
Madison winkte und zeigte dann auf mich. Zwei Typen kamen rüber.
"Yes, endlich! Wir haben dich!" sagte Jack laut und umarmte mich männlich.
"Sup, Bro?" begrüßte Alex und umarmte mich auch.
"Oh, also war das dein Plan?" fragte ich und schaute Madison an.
"Schuldig!" antwortete sie und ging zur Bar.
"Entspann dich mal, Mann! Und willkommen in MEINEM HAUS!" sagte Alex und schubste mich zur Bar, um einen Drink zu holen.
"Ich fahre heute Abend, Bro!" Ich nahm ein Glas Cranberrysaft statt Alkohol.
"Ich trinke für mich und dich EJ!" schrie Madison fröhlich und kippte ein Glas Wodka mit Orangensaft runter.
Ich habe diese Seite von Madison noch nie gesehen. Sie war immer so lieb und sanft. Wie eine Heilige.
Jetzt trank sie Alkohol wie ein Dude.
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Eine halbe Stunde später saßen wir auf großen, bequemen Sofas.
"Ist das wirklich dein Haus, Mann?!" fragte ich Alex.
"Ja. Mama hat mir das gekauft, weil sie mich nicht mehr ertragen konnte, Mann. Es war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, als ich eine Babe reingeschmuggelt und sie die ganze Nacht gebumst habe. Mama hat uns am nächsten Morgen erwischt!" antwortete er.
Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Das war definitiv Alex. Seine Schwäche waren ‘Frauen'.
Jeder Typ.
Jede Farbe.
Jede Form.
Jede Größe.
Frauen sind ‘Frauen'. Das ist sein Motto.
"Mann, ich bin so verdammt krass drauf!" sagte Jack. Der Alkohol war ihm jetzt zu Kopf gestiegen.