Kapitel 20
Trixie nahm das Stück Papier und checkte die Infos. Ihr Hirn war leer, und ihre Fingerspitzen kniffen ihre Handfläche weiß. Alle Verdächtigungen haben sich bewahrheitet.
Sie hatte nicht erwartet, dass Daryl sich so ins Zeug legt und ein Haus für die Alte kauft. Es stimmt ja, dass die rote Fahne nicht zu Hause runterfällt, sondern die bunten Fahnen draußen flattern! Sie stand lange am Fenster, und die Leute hinter ihr drängten ungeduldig.
Der Blick in Trixies Augen am Servicetisch machte sie noch beschämter. Es schien, als hätte sie sich daran gewöhnt, die Frau ihres Mannes zu checken, und sagte kein Wort.
Trixie wusste nicht, wie er aus der Halle gekommen war.
Am Straßenrand stehend, die vorbeirasenden Autos betrachtend, hatte sie sogar die Idee, direkt von einem Auto überfahren zu werden.
Aber sie kann nicht. Kinsley ist zu jung, um ohne ihre Mutter zu leben. Aber, noch wichtiger, sie kann dem Huren-Typen und seiner Frau keinen Vorteil verschaffen!
Jessa Huggins hat gesagt, Frauen sollten für sich und ihre Kinder leben!
Nachdem sie sich beruhigt hatte, suchte Trixie die Adresse des Ortes oben auf der mobilen Navigation. Es war nicht weit von ihrer Nachbarschaft entfernt. Als sie die Adresse sah, konnte sie ihren Ärger nicht zurückhalten. Aber statt zu weinen, lachte sie und zerriss ihr Herz und knackte ihre Lungen.
Als sie mit einem Taxi zum Community-Tor fuhr, hielt der Sicherheitsmann sie an und fragte, wer sie sei. Sie sagte, sie sei Daryls Freundin, die in Einheit 6306, Einheit 3, Gebäude 6 wohnt, und sie sagte, sie habe ihm geholfen, etwas zu besorgen. Der Sicherheitsmann runzelte die Stirn und bat sie schließlich, das Anmeldeformular auszufüllen.
Unterwegs betrachtete Trixie die hochwertige Wohnumgebung und konnte nicht anders, als über sich selbst zu lachen. Unerwartet kam sie als Daryls echte Frau, um sie wie eine Diebin zu erwischen. Es ist lächerlich zu sagen!
Plötzlich klingelte das Handy. Es war Daryl.
"Schatz, wo bist du?" Seine Stimme klang sehr glücklich.
"Etwas ist dazwischen gekommen. Was gibt's?" Trixie unterdrückte ihren Impuls zu fluchen und versuchte, seine Stimme natürlich klingen zu lassen.
"Nichts, ich vermisse dich nur." Es war wieder ein süßes Geschwätz, um sie zu becircen.
Trixie wollte ihm nicht so viel sagen, also antwortete sie nur oberflächlich und legte auf. Sie nahm den Aufzug nach oben und kam zur Tür von 6306. Gerade als sie an die Tür klopfen wollte, stellte sie fest, dass die Tür halb offen stand.
In diesem Moment erklang die charmante Stimme einer fremden Frau im Raum: "Herr Blayden, ist das wirklich wichtig? Ich mache mir Sorgen, dass Frau Blayden wütend wird..."
Der letzte Nerv in Trixies Kopf war auch gerissen. Sie wollte nicht, also streckte sie die Hand aus und öffnete die Tür. Draußen vor der Tür stehend, war sie von dem Anblick im Raum verblüfft.