Kapitel 5 Ich bin nicht verrückt
Lisa ist schon wieder weg. Natürlich sind Mandy und Muboyan am meisten am Arsch.
Lisa wusste ja alles über ihre Pläne. Sie hat ja vorher ohne mit der Wimper zu zucken vor allen geredet, weil sie dachte, sie hat die Lage im Griff. Hätte nie gedacht, dass Lisa schon wieder abhauen würde!
"Du Pfeife, hast du nicht gesagt, du passt auf sie auf?"
Mandy war so sauer, dass sie mit dem Finger auf Muboyan zeigte und ihn total angepflaumt hat.
Muboyan war stinksauer und hat die beiden Bodyguards, die vor der Tür standen, gefragt: "Wo sind die Leute? Habt ihr nicht aufgepasst?"
Die beiden Bodyguards haben zitternd gesagt: "Gestern mitten in der Nacht, nachdem wir einen Mitternachtssnack hatten, sind wir versehentlich eingeschlafen..."
"Scheiße!"
Muboyan hat getobt und sah echt beschissen aus.
Mandy konnte sich nicht lange aufregen.
Sie hatte Angst, dass Lisa Mist baut, also hat sie beschlossen: "Ich geh mal nach Hause und schau nach. Vielleicht ist sie wieder zu Gavin gegangen."
Kaum gesagt, schon war sie zurück im Alan-Haus.
Unerwartet hat sie Lisa wirklich im Alan-Haus gesehen.
Mandy war total aus dem Häuschen. Sie hatte Angst, dass Lisa schon wieder Blödsinn erzählt, also hat sie Gavin vorsichtig gefragt: "Gavin, was macht Lisa hier?"
Gavin hat ganz ruhig gesagt: "Sie ist gestern Nacht gekommen und ist vor der Tür umgekippt."
"Echt? Hat sie irgendwas Dummes erzählt?" Mandy hat nochmal nachgefragt, plötzlich beschlich sie ein ungutes Gefühl und sie hat schnell hinzugefügt: "Ich hab nur Angst, was sie so alles aushecken wird zu lesen."
"Nein."
Gavin hat genervt geantwortet, ganz offensichtlich hatte er keinen Bock über Lisa zu reden.
Mandy war erleichtert, als sie seine Reaktion gesehen hat.
...
Früh am nächsten Morgen, bevor Lisa aufwachte, wurde sie plötzlich brutal aus dem Bett gezerrt.
Sie ist aufgeschreckt und hat ein paar Ärzte in weißen Kitteln am Bett gesehen, und Mandy mit ihren fiesen Augen.
"Was wollt ihr?"
Sie ist vom Bett aufgesprungen und hat versucht abzuhauen.
Aber bevor sie zwei Schritte machen konnte, haben die Ärzte sie festgehalten: "Schnell, die Spritze rein!"
"Lasst mich los, ich will keine Spritze, ich will keine Spritze..."
Als Lisa die Worte des führenden Arztes hörte, hat sie angefangen, wild zu zappeln, wie verrückt geschrien, und in ihren Augen war tiefe Angst.
Im letzten Jahr hat sie schon genug Spritzen bekommen, die total schädlich sind und sie in Trance und komisch machen.
"Lasst mich los, geht alle weg, verschwindet alle..."
Lisas Stimme wurde lauter und schriller, und Mandy bekam es mit der Angst zu tun.
Sie hat Gavins Abwesenheit genutzt, um Lisa anzugreifen, aber es waren ja noch Diener im Haus. Lisa hat so laut geschrien, dass sie befürchtete, die Diener könnten aufmerksam werden.
"Schnell!" Befahl sie, ihre Augen zeigten einen Hauch von Kälte.
"Ja, Miss Mandy."
Ein paar Ärzte waren groß und stark, und sie haben Lisa schnell kontrolliert. Dann hat jemand die Nadel rausgeholt und sich bereitgemacht, Lisas Arm zu verbinden.
Gerade dann...
"Was macht ihr da?" Eine Stimme, gemischt mit Kälte, kam von der Tür, was Mandy schockierte.
Sie hatte nicht erwartet, dass Gavin zurückkommt, und es lag ein Hauch von Panik auf ihrem Gesicht, aber sie beruhigte sich schnell: "Gavin, bist du nicht weggegangen?"
"Ich hab gefragt, was ihr da macht?"
Er kam herein, starrte Lisa im Bett an.
"Gavin, hilf mir!" Lisa schien den Lichtblick der Hoffnung zu sehen und schrie ihn um Hilfe an.
Gavin wollte gerade hingehen, als Mandy ihn festhielt. "Gavin, geh nicht hin. Diese Ärzte sind hier, um Miss Mu zu sehen. Kurz nachdem du gegangen bist, hat sie Nian gesehen und ist herübergekommen, um Nian festzuhalten. Ich denke, sie ist vielleicht krank, ruf einfach den Arzt, um sie anzusehen..."
"Ich bin nicht verrückt! Ich bin nicht verrückt! Gavin, glaub ihr nicht, ich bin nicht verrückt, sie sind böse, bitte, ich bin nicht verrückt! Lasst mich los..."
Lisa hat weiter gezappelt und sich verteidigt. Sie hoffte, Gavin würde ihr wenigstens einmal glauben.
Aber, nein.
Bevor Gavin etwas sagen konnte, war die Nadel in ihre Blutbahn gesunken.
Die Wirkung des Medikaments setzte schnell ein. Die Frau, die so wütend war wie eine Verrückte, verstummte augenblicklich. Ihre ganze Kraft schien entwichen zu sein. Sie hatte nicht einmal die Kraft, ein Wort zu sagen, nur ein Augenpaar, das Gavin ruhig ansah.
Und dieser Blick ist unwiderruflich Verzweiflung.
Gavin schien mit einem schweren Hammer in die Brust getroffen worden zu sein und konnte nicht umhin zu fragen: "Was habt ihr ihr gegeben?"
"Ein Beruhigungsmittel." Der Arzt, der gerade die Injektion beendet hatte, antwortete rechtzeitig: "Miss Mu war krank, weil ihr Kind jung gestorben ist, was zu häufigen psychischen Erkrankungen führte. Jedes Mal, wenn sie das Kind eines anderen sieht, denkt sie, es sei ihr eigenes. Deshalb müssen wir sie sofort ins Krankenhaus bringen, um sie zu behandeln."
Nein!
Als sie hörte, dass sie davon sprechen wollten, sie wegzubringen, wollte Lisa schreien und sich weigern, aber sie brachte keinen Ton heraus.
Sie denkt, sie wird wirklich verrückt.