Kapitel 115: Antonio macht Monica an!
Antonio machte schnell den Mund zu. Nach ner Weile konnte er seine Neugier nicht mehr zügeln, tippte auf die Tastatur und meinte: "Aber Monica ist echt mysteriös. Viele Internet-Meister auf dem Campus haben ihre Infos gecheckt, aber nix gefunden."
"Nicht mal du findest was raus?" Eddie hob leicht die Augenbrauen.
Antonio ist ein Netzwerk-Experte und kann ein paar Hacking-Tricks. Außerdem ist er erst Junior, und er und Daniel haben zusammen ne Hacking-Bude aufgemacht. Sagt man, da geht einiges ab.
"Jo, ich hab nur ein paar private Accounts von Monicas Daily-Needs gefunden."
"Aber ob Facebook oder Insta, alle Accounts sind neu erstellt, persönliche Infos gut versteckt, und alte Dateien scheinen absichtlich gelöscht worden zu sein."
"Die ist so mysteriös?" Eddie runzelte die Stirn und guckte auf Antonios Bildschirm. Klar, in ihrer Datei stand null.
Das ist echt komisch, was hat Monica eigentlich drauf, dass sogar sein Opa sich so für sie interessiert?
"Ja, ich check sie schon seit Tagen. Die Spuren, die sie im Netz hinterlassen hat, sind alles Köder. Eigentlich find ich gar nix. Ich schätze... Da steckt ein Hacker-Guru hinter ihr, der sie beschützt. Anders kann keiner ihre Online-Spuren so sauber wegradieren."
Eddies Forscherdrang war voll entfacht, er runzelte die Stirn und sagte: "Wenn du sie nicht finden kannst, kannst du dann rausfinden, wer hinter ihr steckt?"
Antonio seufzte total ungern: "Kann ich nicht, die Methoden von der anderen Seite sind viel besser als meine, und in unserer Hacker-Welt ist er wahrscheinlich ein Meister. Bedeutet, von dem Top-Hacker Darksong zu lernen."
Darksong ist ne Legende in der Hacker-Welt, und es gibt unzählige Leute, die ihn nachmachen. Antonio fand es selbstverständlich, dass die Person hinter Monica auch Darksongs Tricks lernt.
Als Eddie sah, dass Antonio nicht mal was rausfinden konnte, wurden seine Augen dunkler, er wollte ne Chance haben, Monica besser kennenzulernen.
Antonio murmelte auch: "Unsere Firma hat neulich nen fetten Auftrag angenommen, und Daniel und ich kommen nicht drauf klar... Wenn wir den großen Meister hinter Monica finden, kriegen wir bestimmt auch nen Weg, um ihnen bei ihrem aktuellen Problem zu helfen."
Eddie sagte nix mehr, zog sich plötzlich an und ging raus.
Antonio guckte ihm hinterher und folgte ihm mit großem Interesse.
Klar, Eddie kam, ohne was zu sagen, in die Klasse Zwei und lächelte ein Mädchen an der Tür an: "Hallo, Mitschülerin, ich such Monica aus deiner Klasse."
Wie sollte das Mädchen seinem netten Ton widerstehen, sie drehte sich sofort um und rief: "Monica, dich sucht jemand!"
Monica stützte faul ihr Kinn ab. Als sie das hörte, guckte sie zur Tür und runzelte die Stirn, als sie sah, dass es Eddie war, ohne sich zu bewegen.
Die Klassenkameraden drumherum sahen, wie Monica Eddie behandelte. Obwohl sie sich nix trauten zu sagen, guckten sie Monica total unglücklich an.
Eddie hatte Monica auch gesehen, und als er ihre Einstellung ihm gegenüber sah, konnte er sich das Grinsen nicht verkneifen, er drehte sich um und stupste Antonio an, der rumlungerte: "Sag, du suchst sie."
Antonio war ein bisschen verwirrt: "Warum?"
Eddie hatte ausnahmsweise ne Stimme mit nem Hauch von Kälte: "Hast du nicht gesehen, sie hat mich nicht mal beachtet, als ich sie gerufen hab."
Antonio guckte ihm in die Augen, diese Augen waren extrem dunkel, und für nen Moment schien er seinen Freund, der schon viele Jahre bei ihm war, nicht zu durchschauen.
Antonio guckte Eddie ein letztes Mal tief an. Er sah wieder so sanft und harmlos aus, zeigte ein sehr ehrliches Lächeln und sagte zu Antonio: "Antonio, bitte."
Antonio guckte ihn an und dachte, dass er selbst was von Monica wollte, also lächelte er langsam: "Okay."
Dann ging er in Monicas Klasse, zu Monica, und sagte sanft: "Monica, kann ich mal mit dir reden?"
Monica hob die Augen und guckte Antonio an, um sicherzugehen, dass sie ihn nicht erkannte: "Wer bist du?"
Antonio zupfte an seinen Mundwinkeln, zeigte ein selbstgefälliges, böses und wildes Grinsen und flüsterte Monica zu: "Antonio."
Obwohl sein Name nicht so berühmt ist wie der von Eddie, ist er auf jeden Fall bekannt. Kaum einer in Oxford kennt ihn nicht.
Klar, seit er reingegangen war, hat das Geflüster in der zweiten Klasse nicht aufgehört.
"Wow, das ist echt Antonio! Dieser junge Meister der Schumann-Familie!"
"Ich finde, die echte Person ist noch hübscher als die Fotos im Campus-Forum. Schade, dass er sich nicht so gerne zeigt. Er folgt immer Eddie rum, was ihn nicht so blendend macht."
"Echt, es ist nicht schlecht, ihn einfach nur anzusehen, aber man merkt ihn nicht, wenn er mit Eddie rumläuft."
Antonios Gesicht wurde so schwarz wie der Boden eines Topfes, als er diese Worte hörte.
Kein Wunder, dass ich so gut aussehe, aber in der Schule gibt's nicht viele, die mich anbaggern.
Alles wegen Eddie!
Als Antonio dachte, dass er immer noch für Eddie rumrennen musste, wurde er sauer: "Monica, Eddie hat mich eigentlich gebeten, dir zu sagen, dass du dich mit ihm treffen sollst, aber ich bin jetzt total sauer, ich frag mich, ob ich dich mal allein was fragen kann?"
Antonio sah, dass Monica nicht so tat, als ob sie Eddie nicht mag, und dachte, dass er bestimmt auch abgewiesen wird, aber er erwartete nicht, dass Monica gleichgültig sagte: "Ja."
Dann sah er, wie Monica zu Suzie sagte: "Ich meld mich später."
Suzie guckte sie blank an und nickte.
Bis Monica aufstand, starrte Antonio sie immer noch fassungslos an.
Monica runzelte die Stirn: "Was ist los?"
Antonio kam wieder zu sich, als er hörte, wie sie ihn fragte. Er strich sich durch die zerzausten Haare und murmelte leise: "Ich hab nur nicht erwartet, dass du so gesprächig bist."
Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich sie schon früher angequatscht!