Kapitel 64 Laurence Hall kam nach Oxford, um jemanden zu finden!
Monica schlenderte so vor sich hin. Es war ihr total egal, was er geredet hat.
Max war hinter ihr her, hat sie ausgefragt. Aber am Ende wollte er dann doch nichts sagen, sondern ist mit so 'nem Satz abgezogen: 'Ich hoffe, du benimmst dich.'
Kaum war er weg, ist Monica ins Büro von Herrn Beato.
Max ist zurück ins Klassenzimmer. Er sah echt übel aus.
Benedict und Calvin haben direkt gecheckt, dass was Großes passiert ist, als sie ihn gesehen haben. Sie sind sofort zu ihm hin, 'Max, was ist los? Was hat dich so aufgeregt?'
Max hat ganz fest 'nen Stift in der Hand gehalten, seine Stimme war fast so kalt wie Eis, 'Monica hat mit Herrn Lavato gewettet, dass unsere Klasse den Wettbewerb gewinnt. Wie kann sie das nur sagen? Am Ende muss ich's für sie ausbaden!'
Benedict und Calvin haben sich angeguckt. Benedict konnte sich noch gut erinnern, dass Max abserviert wurde, als er ihr angeboten hat, beim Lernen zu helfen. Da war er auch angepisst, 'Monica, die weiß ja gar nicht, was Dankbarkeit ist!'
Calvin hat zustimmend genickt.
Max wollte nicht weiter diskutieren. Total untypisch hat er angefangen, die Aufgaben zu rechnen, mit zusammengekniffenen Augenbrauen.
In dem Moment, im Büro von Herrn Beato.
Herr Beato war überrascht, dass Monica vor ihm stand, hat sich dann gefangen und leicht gelächelt, 'Monica, hast du Fragen?'
Sie hat sein freundliches Lächeln angeschaut und langsam geredet, 'Herr Beato, ich wollte Ihnen sagen, dass ich an einem anderen Training teilnehmen muss, also kann ich an Ihrem Training nicht teilnehmen.'
Herr Beato war kurz geschockt, hat aber nichts gesagt und zugestimmt.
Als sie weg war, sind andere Lehrer gekommen und haben gefragt, 'Herr Beato, ist das nicht die Schülerin, die nur Nullen schreibt? Warum waren Sie so nett zu ihr? Wie kann sie es wagen, den Unterricht abzusagen, wenn sie wollte?'
Herr Beato hat den Kopf geschüttelt. Er hat Monicas Antworten immer und immer wieder durchgelesen. Obwohl ein paar Sachen nicht ganz stimmig waren, eigentlich total gegen die Regeln, hat es ihn immer mit so 'nem einzigartigen Gefühl getroffen.
Es war das Gefühl, dass er ihre Gedanken nicht kapiert hat.
Es heißt ja: 'Der Grund, warum ein Genie Genie genannt wird, ist, weil sie immer einen Schritt weiter denken als andere.'
Monica war wahrscheinlich das wahre Genie in der Schule.
Monica hat sich nicht darum gekümmert, was andere über sie denken. Sie ist in die Kantine gegangen, hat Mittag gegessen und dann ganz lässig den Rektor angerufen.
Der Rektor hat sich total gefreut, als er sie gehört hat, 'Monica, was rufst du mich denn an? Ist was in der Schule los? Wenn's ein Problem gibt, sag Bescheid. Ich regel das.'
Monica hat kein großes Ding draus gemacht und ihm direkt erzählt, wie diese drei Mädels in ihrem Schlafsaal Chaos angerichtet haben.
Der Rektor hat sofort gesagt, 'Keine Sorge, ich bestrafe die. Und dein Schlafsaal-Score wird wiederhergestellt. Ich regel das auf jeden Fall.'
Monica hat geantwortet, 'Es ist nicht so ernst, aber ich wollte nicht, dass meine Mitbewohnerinnen wegen mir Ärger kriegen.'
Der Rektor war erleichtert, weil er am Anfang Angst hatte, dass Monica die Schule verlässt, weil sie unzufrieden ist.
Nach einer kurzen Pause hat der Rektor vorsichtig weitergemacht, 'Monica, Eddie kommt am Montag zurück zur Schule. Ich möchte, dass ihr euch kennenlernt. Wie wär's...'
Monica hat an die Beziehung zwischen ihm und Ashley gedacht, da war sie total uninteressiert, ihn zu treffen. Sie hat ihn kalt unterbrochen, 'Herr Rektor, ich habe wahrscheinlich keine Zeit, ich muss ja bald am Mathematik-Olympiade-Wettbewerb teilnehmen.'
Der Rektor hat am anderen Ende leicht geseufzt. Er wusste, dass Monica immer ihre eigenen Ideen hatte und sich nicht so leicht umstimmen ließ.
'Okay, bereite dich auf den Wettbewerb vor. Mach dir keine Sorgen wegen irgendwas anderem.'
Monica hat zugestimmt und nachdem der Rektor ihr gesagt hat, sie soll auf sich aufpassen, hat sie aufgelegt.
Sie hat ihr Handy ganz locker weggepackt und ist rausgegangen.
Der Rektor hat aufgelegt und das angesehene Gegenüber angelächelt.
'Laurence, lange nicht gesehen.'
Er konnte sich noch erinnern, als Laurence ihn plötzlich angerufen hat und gesagt hat, er will 'nen Coffee-Shop vor Oxford aufmachen. Normalerweise hätte er keine Läden erlaubt, die Schüler süchtig machen könnten, aber da Laurence ihn direkt gefragt hat, gab's keinen Grund, abzulehnen.
Aber was wollte er dieses Mal?
Laurence ist zu spät gekommen, hat also nur den letzten Satz gehört, den der Rektor am Telefon gesagt hat, aber er fand, dass er extrem freundlich war. Laurence musste einfach neugierig sein, hat die Augenbrauen hochgezogen, 'Ich frag mich, wer am anderen Ende dich so sehr beschäftigen kann?'
Der Rektor hat abgewunken, 'Eine sehr wichtige Person für mich. Ich glaube, du kennst sie nicht.'
Monica ist ihm ohne Grund eingefallen. Letztes Mal hat sie gesagt, sie kennt den Rektor.
In dem Moment hat der Rektor ihn sofort gefragt, 'Laurence, kann ich irgendwas für dich tun?'
Laurence wusste, dass der Rektor das Thema wechseln wollte, also hat er nicht weiter gefragt, sondern ihm direkt gesagt, warum er da war, 'Es gibt viele Talente in deiner Schule, ich frag mich, ob es welche gibt, die extrem gut in Computerwissenschaften sind?'
Seit Laurence letztes Mal die ID im Coffee-Shop geortet hat, konnte er sich sicherer sein, dass Darksong wahrscheinlich 'ne Schülerin in Oxford ist.
So 'n Hacker wie Darksong muss doch 'n bekannter Typ in Oxford sein.
Also ist er extra gekommen, um mehr Infos zu suchen.
Normalerweise wäre das ne normale Frage für andere, aber der Gesichtsausdruck vom Rektor hat sich leicht verändert und dann ist er abrupt zu seinem normalen, freundlichen Blick zurückgekehrt. Er hat gelächelt, 'Wir von Oxford sind nur 'n College. Wenn du so 'n Talent suchst, solltest du doch Kevin Grambrell in der Gesellschaft rekrutieren lassen. Warum fragst du mich?'
Laurence hat gemerkt, dass er nicht nur vom Thema abgewichen ist, sondern auch mehr Infos über seine Frage haben wollte, also konnte er sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
'Egal. In der Gesellschaft ist's 'n riesiger Pool. Ich wollte nur ein paar Talente in Oxford finden und sie dann selbst trainieren. Denk nicht so viel drüber nach.'
Der Rektor hat gemerkt, dass er wohl überreagiert hat. Laurence war zu schlau. Konnte er was merken?