PROLOG
~~Trauer existiert nur dort, wo einst Liebe lebte~~
Onikas Sicht....
Haute bin ich mitten in der Nacht mit einem Ruck aufgewacht. Ich habe wie verrückt geschwitzt. Meine Handflächen waren ein bisschen zittrig von den Nachwirkungen des Albtraums. Ich hörte, wie Alex laut weinte, da wurde mir klar, dass ich heftig geschrien hatte, heftig genug, um ihn aus seinem friedlichen Schlaf zu wecken, wie unzählige andere Nächte.
Ich nahm Alex sofort auf meinen Schoß, um ihn zu beruhigen. Ich brauchte fast eine halbe Stunde, um ihn zu beruhigen und ihm zu versichern, dass alles in Ordnung ist, bevor er endlich einschlief und meine Finger fest umklammerte, als erwarte er, dass jemand kommt und ihn mir wegschnappt. Allein der Gedanke daran ließ mich vor Entsetzen schaudern.
Ich versuchte, mich zu trösten, mich zu beruhigen. Aber tief im Inneren weiß ich, wenn Agustin mich findet, wird er mein Leben wieder zur Hölle machen.
'Gerade in diesem Moment hasse ich dich am meisten Agustin, mehr als je zuvor. Ich hasse dich mit jeder Faser meines Seins.
Verdammt nochmal, hör auf, auch mein Kind zu quälen. Du verdammter Bastard.'
Aber was noch schlimmer ist, ich hasse mich auch selbst dafür, so eine Memme zu sein. Ich hätte nie erwartet, dass es so schwer sein würde, dich aus meinem Kopf zu bekommen, selbst nachdem ich davongelaufen bin. Ich bin Meilen von dir entfernt, aber du suchst immer noch meinen Geist heim, Tag und Nacht.
Aber nicht mein Kind, bitte nicht mein Kind. Ich mache auch Alex Angst, und das bringt mich um.
Mit jedem Atemzug, den ich nehme, blute ich.
Mit jeder Sekunde, die vergeht, stirbt etwas in mir.
Du wirst dafür nie vergeben werden, Agustin, schwor ich mir.