Kapitel 19: Du kannst deine Fehler erkennen
Nachts war der kalte Palast überraschend dunkel. Herbert konnte nicht aus dem Bett aufstehen und laufen. In diesem Moment wollte sie unbedingt vor den Tempel gehen, um das Mondlicht zu sehen. Sie richtete ihren Körper auf und bewegte sich langsam zum Bettrand. Sobald sie bereit war, aus dem Bett zu steigen, gab es einen tränenartigen Schmerz in ihrer Brust, wie eine unheilbare Wunde, als würde sie zerrissen werden.
Im Dunkeln hielt eine Hand sie fest.
Sie lächelte bitter. "Su Jin, ich bin wirklich nutzlos. Ich kann nicht einmal mit einer kleinen Verletzung aus dem Bett kommen."
Su Jin sprach nicht. Sie fühlte sich unwohl. "Geh und zünde die Kerze an, die Doktor Chang heimlich geschickt hat. Es ist zu dunkel in diesem Raum. Ich befürchte, meine Wunde ist aufgebrochen."
"Zu wissen, dass es eine Verletzung gibt, was machst du dann aus dem Bett?"
Es war nicht Su Jin, die sprach, sondern eine tiefe Männerstimme. Herbert war benommen. Sie zog leise ihre Hand aus seiner Hand, und ihr Körper fiel fast im Handumdrehen, aber die Hand streckte sich nie wieder aus, um ihr zu helfen.
"Gehst du mir auf die Nerven?"
Herbert verzog die Mundwinkel. "Wie wage ich das?"
"Warum muss sogar die Kerze heimlich vom kaiserlichen Arzt geschickt werden?" Die Stimme des Mannes schien ein wenig Unzufriedenheit hinzuzufügen.
Sie fand es lustig, "Du hast eine Menge Dinge über das Aufsteigen und das Auf-den-Boden-Treten in diesem Harem gesehen, nicht wahr? Ist daran irgendetwas seltsam?"
"Ich habe dich viele Male gewarnt, aber du warst immer wieder eigensinnig und hast mich gezwungen, dich loszuwerden. Weißt du an diesem Punkt, was falsch ist?"
Das Mondlicht spiegelte sich durch das Fenster in dem Raum, und Herbert blickte auf den schwachen Mond, der unbedingt etwas Luft schnappen wollte.
Die Gestalt, die neben ihr stand, war so kalt, dass sie am ganzen Körper zitterte. Sie wandte ihre Augen ihm zu. Im Dunkeln schien sie sein schönes Gesicht und diese kalten Augen zu sehen.
"Kannst du mich in den Hof bringen? Es ist zu dunkel im Raum!" Die Nacht ohne Kerzenlicht ist wirklich hart. Herbert war ihr ganzes Leben lang stürmisch, aber sie mag diese Nacht nicht.
Er packte ihr Kinn und näherte sich ihr. "Kannst du hören, was ich dich frage?"
"Ich habe es gehört!" Sagte sie schwach.
"Warum antwortest du dann nicht? Du weißt nicht, was falsch ist, oder?" Durch die Nacht schien er ihre Augen und ihren Verstand deutlich zu durchschauen.
Herbert war bitter. "Du weißt, warum ich nicht geantwortet habe, warum musst du mich zwingen zu sprechen?"
"Herbert, du weißt wirklich nicht, was falsch ist!" Er warf sie enttäuscht weg. Er trat ein paar Schritte zurück. "In diesem Fall kannst du im Ungewissen verweilen, und wenn du es herausgefunden hast, kannst du aus dieser Tür treten!"
Es gab einen Knall, und Herbert stürmte aus der Tür.
Die Wachen vor dem kalten Palast erschraken und knieten vor dem plötzlichen Erscheinen des Kaisers nieder. Sie wussten nicht, wann und wo er eintrat.
Herberts Augen waren scharf. Er war wirklich von Herberts Wut verwirrt. Er vergaß, dass er leise gekommen war und leise hätte gehen sollen.
"Sagt mir, Herbert darf den inneren Saal des kalten Palastes nicht verlassen!"
Seine kalte Stimme hallte im stillen kalten Palast wider, wie ein scharfes Schwert, das Herberts Herz berührte. Sie schüttelte ihren Körper und setzte sich schwach auf das Bett.
Su Jin zündete das Kerzenlicht an und reflektierte es auf Herberts Gesicht. Ihr Gesicht war blass und blutleer, was die Leute betrübte. Su Jin bedauerte, warum sie das Kerzenlicht nicht früher angezündet hatte. Wenn der Kaiser das Gesicht der Kaiserin früher gesehen hätte, würde er dann auch Mitleid mit der Kaiserin haben?
Chang Cheng kam wie versprochen an. Er ging ein wenig eilig hinein. Er kam nicht allzu höflich herein. Er kniete vor Herberts Bett, um ihren Puls zu fühlen. Er nahm sogar kühn den Seidenschal ab, der an Herberts Handgelenk gewechselt wurde.
Er brauchte lange, um seine Hand zurückzuziehen.
"Wie geht es?" fragte Su Jin eifrig.