Kapitel XII Entscheidung zu gehen
Chris ist weg.
Zheng Zehui kam erst viel später rein. Sein Ärger schien sich stark gelegt zu haben, aber seine Augen waren rot, als hätte er geweint.
"Zehui, was ist passiert?" Ich schaute ihn überrascht an.
"Nichts, ich hab' Sand in den Augen." Zheng Zehui verzog widerwillig den Mund und lächelte mich an: "Wenn Chris dir eine Menge Kohle gibt, können wir Little John zusammen ins Ausland bringen, genau richtig, um bessere Bedingungen zu haben, um deine Krankheit zu behandeln."
Ich zögerte.
Ich weiß nicht, ob ich zurückkommen kann. Meine Eltern sind meine größte Sorge.
Zheng Zehui setzte sich an mein Bett. Er beobachtete meinen Gesichtsausdruck und ahnte sofort, was in meinem Herzen vorging.
"Deine Eltern kommen mit uns." Zheng Zehui sagte: "Chris hat genug Geld gegeben, um ein großes Haus in den Vereinigten Staaten zu kaufen, und jeder kann dort leben."
Ich senkte still den Kopf.
Mit Zheng Zehuis Hilfe muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Er hält alles in Ordnung. Und ich habe auch die erste Behandlungsphase erfolgreich abgeschlossen, und bald wurden Little John und ich aus dem Krankenhaus entlassen.
Zheng Zehui fuhr uns ab, und seine Laune schien auf dem Weg sehr gut zu sein: "Wenn du zuerst bei dem Freund von mir bleibst, und dann fahren wir sofort los, nachdem ich alle Sachen für dich erledigt habe, um ins Ausland zu gehen."
"Werden wir andere stören?" Ich bin ein bisschen besorgt.
Zheng Zehui lachte: "Nein, ihre ganze Familie ist ausgewandert, und das Haus ist leer, einfach zum Wohnen."
Ich nickte mit dem Kopf.
Das Haus ist weit weg von der Stadt. Nach über einer Stunde verlangsamte Zheng Zehuis Auto allmählich.
Das ist eine reine Villengemeinde, umgeben von Bergen und Flüssen, mit Bäumen überall, und sieht sehr schön aus.
Zheng Zehuis Freunds Haus liegt sehr gut, mit Blick auf einen natürlichen See. Was noch unerwarteter ist, ist, dass es, sobald man aus der Hintertür kommt, ein kleiner Steg mit einem kleinen Boot gibt, das angelegt hat.
Ich stand mit Little John im Arm auf der geräumigen Plattform.
Zheng Zehui kam herauf, lächelte und zeigte in die Ferne und sagte: "Wenn es dort drüben eine Insel gibt, ist es ein Paradies für Vögel."
Ich schaute in die Ferne und sagte nichts.
"Morgen fahr' ich dich mit dem Ruderboot, aber ich erinnere mich, dass du Vögel am liebsten magst..."
"Zehui, wessen Haus ist das?" Ich unterbrach Zheng Zehui.
Der Ausdruck in seinem Gesicht veränderte sich überhaupt nicht. Er hob nur die Augenbrauen und schaute mich mit ein wenig Interesse an: "Denkst du, es ist Chris's?"
Zheng Zehui hat Recht. Ich vermute wirklich, dass es Chris's Haus ist.
Helen pflegte uns zu zeigen, dass Chris ein Haus in grünen Bergen und grünen Wassern hatte, und er konnte sogar am Morgen mit einem Boot hinter dem Haus angeln gehen.
Zu dieser Zeit war ihr Gesicht glücklich und voller Sehnsucht: "Chris sagte, er würde mich dorthin bringen, wenn er heiraten würde."
Nachdem ich meine Worte gehört hatte, brach Zheng Zehui in Gelächter aus. Er klopfte mir feierlich auf die Schulter: "Ruoruo, du denkst zu viel nach. Es gibt nicht nur ein Haus in der Nähe des Sees."
Ich lachte gequält. Zheng Zehui hatte Recht. Welchen Grund hatte Chris, dies zu tun?
In der nächsten Zeit blieben wir in dieser schönen kleinen Villa. Bald holte Zheng Zehui meine Vater und Mutter wieder ab, und die Familie lebte glücklich zusammen.
Das ist die glücklichste Zeit für mich seit so langer Zeit, und selbst mein körperliches Unwohlsein fühlt sich viel besser an.
Früh am Morgen ging ich mit Little John im kleinen Garten unten spazieren. Wenn wir müde sind, sonnen wir uns auf Hängestühlen überall und genießen die Freizeit faul.
Gelegentlich nimmt Zheng Zehui unsere ganze Familie mit dem Boot mit zum Schwimmen im See oder geht zur Vogelinsel in der Ferne, um diese schönen kleinen Kreaturen zu sehen.
Das Lächeln stieg langsam wieder auf mein Gesicht.
"Ruoruo, du siehst wirklich gut aus." Zheng Zehui sagte glücklich.
Tatsächlich sah Zheng Zehui nur einen Teil davon.
Jede Nacht in der Totenstille kann ich immer noch nicht anders, als an viele Menschen und Dinge zu denken, Helens Lügen, Noras Boshaftigkeit und Chris's extremes Misstrauen und Ablehnung.
Ihre Gesichter erscheinen immer abwechselnd in meinen Träumen, verletzen mich zutiefst und machen mein bereits gebrochenes Herz noch vernarbter.
Ich hoffe, die Zeit kann schließlich alles glattbügeln.
Eines Mittags einen Monat später erhielt ich einen Anruf von Zheng Zehui. Am anderen Ende klang er sehr glücklich: "Wenn alle Formalitäten erledigt sind, können wir nächste Woche abreisen."
Nachdem ich das Telefon aufgelegt hatte, stieg mein Herz ein wenig enttäuscht vergebens auf, sauer und ein wenig unwillig.
Gehst du wirklich so weg? Fragte ich mich.
Eine Stimme aus dem tiefsten Inneren meines Herzens antwortete mir: "Ja, du hast alle Anstrengungen unternommen, die du tun solltest."
Vielleicht ist das schon die beste Wahl.
Der Tag der Abreise rückt Tag für Tag näher.