Was ist...
Ein Thermophil ist ein Organismus, der sich angepasst hat, um bei relativ hohen Temperaturen zu leben, also zwischen 41 und 122 °C. Thermophile stammen meistens aus der Domäne Archaea. Sie kommen an Orten wie geothermisch beheizten Regionen vor, z.B. heißen Quellen, Tiefsee-Hydrothermalquellen, Torfmooren und Kompost. Sie können in solchen extremen Temperaturen gedeihen, weil sie Enzyme enthalten, die bei hohen Temperaturen funktionieren können.
Thermophile können in Gruppen wie obligate Thermophile, fakultative Thermophile und Hyperthermophile eingeteilt werden. Obligate Thermophile sind diejenigen, die hohe Temperaturen benötigen, um in ihrer Umgebung zu wachsen und zu gedeihen. Fakultative Thermophile sind diejenigen, die sowohl bei hohen als auch bei relativ niedrigeren Temperaturen, z.B. unter 50 °C, gedeihen können. Hyperthermophile sind Thermophile, die Temperaturen über 80 °C für optimales Wachstum bevorzugen. Weil Hyperthermophile extrem hohen Temperaturen standhalten können, die wahrscheinlich für das Überleben vieler Organismen schädlich wären, sind sie eine Art von Extremophilen.
Thermophile unterscheiden sich von Mesophilen. Letztere wachsen am besten bei moderaten Temperaturen, also 20 und 45 °C, was weder zu heiß noch zu kalt ist.
Wortherkunft: thermos- (warm, heiß) + phile (Liebe)