Kapitel 117 Ich möchte den Rest meines Lebens zusammen verbringen
Drinnen war kein Mucks.
Herr Jones wartete 'ne ganze Weile vor der Tür. Plötzlich fiel ihm ein, dass Sarah abends keine Medizin genommen hatte.
Er ging in die Küche, kochte 'nen Wasserkocher voll, nahm die Medikamentenbox und klopfte wieder an Sarahs Tür.
"Sarah, egal, was dich runterzieht, nimm erst die Medizin, und dann können wir reden." Jacobs Stimme war tief und ruhig.
Im nächsten Moment wurde die Tür aufgemacht.
Sarah versperrte düster die Tür mit ihrem Körper und streckte die Hand aus: "Ich will heute nicht mit dir reden."
Genauer gesagt, sie hatte noch nicht kapiert, wie sie mit so 'ner blöden Ausrede umgehen sollte.
Klar, sie wusste, dass Jacob die Ausrede nur erfunden hatte, um zu verhindern, dass sie sich von Frau Jones distanzierte, aber jetzt war ihr einfach nicht wohl.
"Ich geh erst weg, wenn du rauskommst." Jacob hielt die Tasse in der einen und die Medikamentenbox in der anderen Hand und hatte nicht vor, sie ihr zu geben.
Sarah war auch 'n bisschen sauer. "In dem Fall ist es auch okay, einmal keine Medizin zu nehmen."
Jacob gab komplett nach und gab ihr die Medizin von sich aus.
Sarah trank ein Glas Wasser zusammen mit der Medizin.
"Ich will dir was sagen. Scheiß drauf, was meine Mutter gesagt oder getan hat."
Als Sarah die Worte hörte, musste sie ihn einfach anschauen. Als ihre Augen seinen sturen Gesichtsausdruck berührten, wurde sie still.
Nach 'ner langen Zeit, so schien es, konnte sie seine Hartnäckigkeit nicht ignorieren. Sarah seufzte und öffnete die Tür.
Die beiden setzten sich aufs Sofa. Jacob nahm von sich aus sanft ihre Hand.
"Der Grund, warum ich mich noch nicht entschieden hab, es dir zu sagen, ist, dass ich noch nicht weiß, wie ich mit dieser Beziehung umgehen soll, aber es wird nicht mehr lange dauern."
Sarah merkte, wenn Jacob sich unwohlfühlte, zog er immer unterbewusst an seiner Kleidung.
Wenn ein Mann, der im Business noch nie verloren hatte, zögerte, dann war das sicher, wenn er auf Schwierigkeiten stieß.
Vielleicht war es ihre Stimmung, die seinen ursprünglichen Plan durcheinanderbrachte.
"Sorry, ich war grad zu krass, aber deine Lügen gehen das nächste Mal gar nicht."
Sarah legte ihren Finger auf seine Lippen und schaute ihn mit brennenden Augen an.
Wenn er es nicht akzeptierte, würde Sarah nicht lockerlassen.
Jacob hob die Lippen und willigte in Sarahs Vorschlag ein.
Als sie sich versöhnten, holte Sarah ein Buch und legte sich auf Jacobs Bein. Jacob bearbeitete die E-Mails mit 'nem iPad.
Als er sich ein bisschen vorbeugte, berührte sein Finger gerade ihr Gesicht. Er konnte nicht anders, als mit seinen Fingern weiter zu gehen.
Die glatte Hautberührung und das gut definierte Schlüsselbein waren unvergesslich.
"Was machst du da?"
Die kalte Stimme holte seine Gedanken in die Realität zurück, und seine Hand zog sich schnell zurück.
"Ich wollte dein Gesicht kneifen, aber ich hab meine Hand an die falsche Stelle gelegt. Sorry." Der Mann redete ernsthaft Unsinn und las weiter die Dokumente.
Sie lenkte ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Buch, schaute sich die Wörter an und wurde allmählich schläfrig.
Nachdem er die letzte E-Mail bearbeitet hatte, merkte Jacob, dass Sarah eingeschlafen war. Er legte das iPad weg und stand mit der kleinen Frau in seinen Armen auf.
Als er zu ihrer Schlafzimmertür kam, zögerte Jacob, sie zurückzulegen.
Aber im selben Moment änderte Jacob seine Meinung. Egal, er würde sie ja nur heiraten. Sarah war die einzige Person, mit der er den Rest seines Lebens verbringen wollte.
Legte sie ins Bett und deckte sie zu. Jacob ging mit dem Telefon nach unten.
"Ab jetzt erwähnst du Natalie nicht mehr vor ihr. Das ist ein Befehl." Jacobs Augen wurden plötzlich kalt und seine Stimme zeigte keine Gnade.
Joshua war entschuldigend, aber mehr besorgt. "Jacob, ihr seid doch schon zusammen. Sie wird die Sachen rauskriegen, auch wenn du sie ihr nicht erzählst."
"Ich kümmer mich drum. Du musst einfach nur dein Zeug machen."
"Unmöglich!" Joshuas Stimme war fest, und er wurde ein bisschen sauer. "Ich find, Matthew hat vollkommen recht. Natalie hat gesagt, du wärst ziemlich eingebildet."
Am Ende legte Joshua wütend auf.
Jacob knallte sein Handy auf den Kaschmirteppich.
Draußen am Fenster war die Nacht kühl, und die Luft roch nach unerträglicher Feuchtigkeit.
Die Augenlider des Mannes hoben sich leicht, und der offensichtliche niedrige Druck breitete sich ringsum aus.
Gleichzeitig, in 'ner verlassenen Fabrik.
Weil die Feuchtigkeit in der Luft zu hoch war, wurde das Dach schimmelig und ließ die angesammelten Wasserflecken nach dem Regen vor ein paar Tagen fallen.
Auf dem offenen Boden stand still ein Stuhl, auf dem eine Frau schlief.
Einige Schläger fragten oft, aber sie brachten keine brauchbaren Infos raus.
"Stirbt diese Frau, wenn sie nicht isst oder trinkt?"
Einer der Sicherheitsbeamten schaute durch den Türspalt. Das leckere Brathähnchen draußen ließ ihn sabbern, aber die Frauen drinnen hatten keine Lust zu essen.
Der andere Mann schüttelte das Werkzeug und sagte beiläufig: "Dieser Mann ist ein Schläger von Herr Joseph. Es heißt, sie kann zehn Tage und 'n halben Monat lang nicht essen. Unterschätzt sie nicht. Sie ist sehr mächtig!"
"Warum hat der 'Dämon' sie entführt?"
"Sie hat jemanden beleidigt, und man hat festgestellt, dass sie 'ne Wirtschaftsspionin ist. Wer will schon so 'nen versteckten Terroristen?"
Der Mann, der das Brathähnchen weitergab, erklärte, und ein anderer Mann verstand es. Er bewegte sich ein bisschen weiter auf den Türspalt zu: "Ich geh lieber ein bisschen weiter weg."
Während sie redeten, kamen zwei Laserlichtstrahlen aus 'ner dunklen Ferne, und das Motorengeräusch war von fern nach nah.
Die beiden Sicherheitsbeamten stoppten ihre Bewegungen und standen gerade.
Ein hellsilbernes Motorrad hielt nicht weit entfernt. Eine große, gerade Gestalt stieg ab. Der Mann trug immer 'nen Helm, und seine Stimme war verarbeitet.
"Wie viel hat sie erzählt?"
Bei dieser Erwähnung konnte der Sicherheitsbeamte keine Antwort geben.
Der Helm-Mann sagte nichts. Er nahm ein Foto aus seiner Tasche und gab es einem von ihnen. "Sucht nach dem Aufenthaltsort dieses Mannes, schickt die Frau drinnen in 'n abgelegenes Dorf und findet 'nen Mann, der dichtmacht, um auf sie aufzupassen."
Der Sicherheitsbeamte nahm das Foto, sammelte das Geld ein und nickte.
Danach stieg der Helm-Mann wieder auf sein Motorrad und ging weg.
Als das Motorrad mehrere Kilometer entfernt war, hielt es wieder an. Der Mann holte sein Handy raus, um 'ne Nachricht zu verfassen.
"Alles ist fertig für den Haken."