Kapitel 8 Sie hat andere Absichten
Jacobs Augen leuchteten mit einem Hauch von Tiefe und Neugier. Er tröstete sie: „Du bist wunderschön und toll.“
Nachdem Sarah viele Tage mit ihm verbracht hatte, war sie ein wenig erfreut und überrascht, als sie solch nette Worte von einem so kalten Mann wie Jacob hörte.
„Du musst mich nicht trösten. Ich bin nicht so leicht unterzukriegen.“
Diese Neuigkeiten waren ihr wirklich total egal. Nach dem Abendessen nahm sie Jacob mit in ein Einkaufszentrum in der Nähe.
Sarah kaufte viele Sachen, darunter auch viele Männerklamotten.
Als Jacob sah, wie sie so locker ihre Karte durchzog, kam es ihm so vor, als würde er aufgrund von wirtschaftlichen Transaktionen umsorgt werden.
Müde vom Shoppen gingen sie in ein Café und setzten sich. Sarah holte ihr Handy raus und stellte fest, dass die Nachrichten im Internet immer noch heiß diskutiert wurden, aber die meisten Leute ihre Einstellung gegenüber Sarah geändert hatten.
Zu diesem Zeitpunkt gab eine berühmte Polyphonie-Akademie in Madison eine Ankündigung heraus.
Der Codename 'Very' bezog sich auf Sarah!
Für eine Zeit lang schoss diese Nachricht direkt an die Spitze der meistdiskutierten Themen auf Facebook.
'Very', eine Studentin, die vor drei Jahren das Polyphonie-College absolvierte, war in allen Fächern die Erste und machte in drei Jahren einen Doppelabschluss. Sie kann also als berühmtes Talent bezeichnet werden.
Die Leute erwarteten nicht, dass 'Very' Sarah war.
Alle waren schockiert.
Diejenigen, die sich über Sarahs mangelnde Bildung lustig gemacht hatten, fühlten sich einfach nur peinlich berührt!
Bekanntlich ist 'Very' eine Super-Gelehrte, die von vielen Leuten verehrt wird.
Sarah strahlte vor Vergnügen, als sie die Kommentare las. Alles war unter ihrer Kontrolle. Ihre Noten waren ursprünglich ausgezeichnet. Nachdem ihr Vater gestorben war, hieß Megan sie jedoch nicht willkommen und klaute Ashley viele Male ihre Aufsätze und Noten. In der Highschool wusste Sarah, dass sie nicht besser als Ashley abschneiden konnte, sonst würde ihr Leben härter werden. Deshalb hielt sie ihre Punktzahl in jeder Prüfung bei 60 Punkten.
Als sie daran dachte, blitzte ein Hauch von Kälte in ihren Augen auf.
Nachdem Sarah in die Villa zurückgekehrt war, trug sie alle Sachen, die sie gekauft hatte, in ihr Zimmer. Als sie aufräumte, stellte sie fest, dass die Krawatte, die für Jacob gekauft wurde, hier vergessen worden war.
Sarah ging zu Jacobs Zimmer. Sie klopfte an die Tür, aber niemand antwortete. Nach kurzem Zögern öffnete sie die Tür und ging hinein.
Aus dem Badezimmer kam das Geräusch von fallendem Wasser. Wahrscheinlich duschte Jacob gerade. Es war das erste Mal, dass sie in dieses Zimmer kam, und dann schaute sie sich eine Weile um. Sarah legte die Krawatte auf den Tisch und wollte gehen, aber plötzlich wurde sie von den Dingen auf dem Nachttisch angezogen.
Sarah ging hinüber und entdeckte einen blauen Juwelenohrring, der im Licht glänzte.
Sarah betrachtete die Halskette an ihrem Hals und geriet ins Grübeln. Der Ohrring und ihre Halskette gehörten zu einem Schmuckset, das sie von ihrem Vater zu ihrem zehnten Geburtstag bekommen hatte. Vor ein paar Jahren wusste sie nicht, wo sie einen von ihnen gelassen hatte. Sie suchte lange danach, konnte ihn aber nicht finden. Warum war er hier?
Als sie hörte, dass das Geräusch des Wassers im Badezimmer aufhörte, legte Sarah den Ohrring ab und stand auf. Sie sah zufällig, wie Jacob herauskam.
Vier Augen trafen sich und beide schwiegen zwei Sekunden lang, weil der Mann nichts anhatte.
Dann drehte sich Sarah schnell um und sagte: „Ich habe vergessen, dir die Krawatte zu geben. Ich habe sie dir gerade gebracht.“
Dann verließ sie das Zimmer.
Zurück in ihrem Zimmer war Sarahs Gesicht immer noch ein wenig rot, und dann erinnerte sie sich an die Ohrringe und fragte sich: Ist das ein Zufall?
Jacob war verletzt und tauchte in ihrem Mietshaus auf. Und er hat einen besonderen Ohrring. Ist er wirklich nur ein gewöhnlicher Bodyguard?
Oder hatte Jacob einen anderen Zweck, als sich ihr zu nähern!
Sarahs Gesicht huschte ein finsterer Ausdruck. Es scheint, dass die Identität des Mannes sorgfältig untersucht werden muss.