Kapitel 3
„Peng--“ ein dumpfes Geräusch, das auf den Boden fiel.
Natascha war erschrocken. Sie stellte schnell ihren Staubsauger ab und ging nach oben.
Edward Busch fiel zu Boden, sein Körper zusammengekrümmt, seine Stirnvenen traten hervor, und der vertraute Rollstuhl rollte nicht weit hinter ihm her.
„Darf ich dir helfen?“ Sie ging unbewusst hinüber.
„Stopp.“ Der Mann sprach kalt, und Natascha erschrak vor ihm. Sie hörte auf zu gehen und blieb an der Seite der Treppe stehen.
Der Mann ignorierte Nataschas kalte und strenge Augen, stützte sich mit den Händen auf den Boden und wollte sich wieder in einen Rollstuhl setzen.
Er mag es nicht, wenn ihn Leute anfassen. Aber er schien seine Kraft zu überschätzen, und als er noch ein Stück von seinem Rollstuhl entfernt war, verloren seine Beine plötzlich die Kraft, und er fiel unkontrolliert zu Boden.
Die Augenbrauen des Mannes runzelten sich, widerwillig klopfte er auf seine Beine, und seine Augen waren voller Hass.
Natascha sah ihn mit einem traurigen Gesichtsausdruck an. Sie ignorierte die Anweisungen des Mannes und half ihm zurück in den Rollstuhl.
Ein Duftstoß drang in seine Nase, Edward Busch runzelte die Stirn, der Zorn war noch nicht ganz in ihm aufgestiegen, und eine zarte kleine Hand wurde auf seine Schulter gelegt, damit er atmen konnte.
„Sir, setzen Sie sich fest!“ Natascha half ihm mit Mühe. Sie blickte sofort auf und wischte sich die Stirn ab. Sie zeigte ihm ein reines Lächeln.
Das Lächeln war warm und ansteckend, wodurch Edwards Zorn allmählich wieder verschwand.
„Sir, sind Sie verletzt?“, fragte Natascha besorgt.
Edward wich ihren Augen aus und wollte sich ursprünglich wieder abwenden, aber er konnte nicht anders, als zu antworten.
„Nein.“
Der Mann, seine Stimme war ganz entzückend!
„Sir, Ihre Stimme ist so schön. Warum reden Sie nicht öfter?“
Schöne Stimme?
„Redest du von mir?“, hob Edward die Augen, blickte auf das unreife und einfache kleine Gesicht des Mädchens vor ihm und fragte mit schwerer Stimme.
„Ja!“, nickte Natascha mit dem Kopf.
„Ich mag das nicht.“
Seine Stimme war immer noch kalt und heftig, aber in Nataschas Augen wölbte sich der Mundwinkel. Seine Augen hatten auch ein bisschen Zärtlichkeit.
Das Bild fiel Sam Miller in die Augen, als er von oben herunterkam, und er konnte nicht anders, als benommen zu sein.
„Herr Busch, haben Sie gelacht?“
Natascha sah Sam auf einen Blick. Sie hatte Angst, dass Sam dachte, sie wäre faul, also machte sie schnell weiter Hausarbeit.
Als der Abend kam. Der Gast ging. Natascha kam leise zu Edwards Arbeitszimmer nach draußen und klopfte an die Tür, dann sprach eine tiefe Stimme eines Mannes von innen: „Was ist los?“
Natascha stand vor der Tür und öffnete nach einer Weile die Tür leicht.
„Herr Busch, kann ich mir etwas Geld von Ihnen leihen?“ Natascha war immer noch draußen, verlegen. Wenn sie die Wahl gehabt hätte, hätte sie keinen Fremden gebeten, sich Geld zu leihen.
Im Raum gab es lange keine Antwort.
Natascha beugte schwach ihren Kopf, da sie wusste, dass sie abgelehnt worden zu sein schien, fühlte sie sich wirklich traurig.
Gerade als sie sich umdrehte, um zu gehen, sprach wieder eine tiefe Stimme eines Mannes: „Komm rein.“
Hat er zugestimmt?
Natascha war so glücklich, dass sie sofort hineinging. „Danke, Herr Busch!“
Nataschas Stimme war ein wenig aufgeregt.
Das Arbeitszimmer roch stark nach Tinte, und unter dem warmen Licht war die Kontur des Mannes kantig. Natascha warf einen leisen Blick darauf und senkte dann schnell ihren Kopf.
„Sei nicht so aufgeregt. Ich habe noch nicht versprochen, dir zu helfen.“ Der Mann lehnte sich auf das Ledersofa, und seine schweren Augen blickten auf das dünne Mädchen vor sich. Sein Ton war nachlässig.
Er hatte keinen Grund, dem Mädchen vor ihm zu helfen, aber er war im Moment ein wenig gelangweilt, also plante er, es ihr schwer zu machen. „Sag mir, warum soll ich dir helfen?“
„Weil ich fleißig, positiv, fürsorglich für die Schwachen, Kranken und Behinderten bin...“
Beim letzten Wort sanken Edwards Augen, und sogar die Temperatur im Raum sank um mehrere Grad!
„Geh raus.“ Er sprach mit kalter Stimme.
Natascha verärgerte Edward, sie konnte einfach ihren Mund nicht kontrollieren. Sie traute sich nicht, länger bei dem Ausdruck von Edwards kaltem Zorn zu bleiben, also senkte sie den Kopf und wollte eilig nach draußen gehen.
Gerade dann öffnete sich die Tür. Sam ging vor Edward und verbeugte sich respektvoll. „Herr Busch, Miss Alicia Walsh müsste jetzt in Deutschland angekommen sein. Bitte ruhen Sie sich früh aus und denken Sie nicht mehr an sie.“
Miss Alicia Walsh war Edwards Verlobte. Sie erschien nach Edwards Unfall nie wieder in der Villa. Zu dieser Zeit war es ihr Hochzeitstermin, aber Alicia ging ins Ausland, um zu studieren. Infolgedessen ging das Gerücht um, dass Miss Alicia Herrn Busch wegen seiner behinderten Beine nicht mochte, also floh sie.
Edward würde traurig sein, wenn diese Angelegenheit erwähnt würde, und Sam konnte ihn nur vorsichtig ansehen. Wer wusste, dass sein Gesicht nach einem Blick auf Edward nicht so schrecklich war, wie Sam sich vorgestellt hatte.
Edwards Augen fielen auf die dünne Gestalt, die im Begriff war, hinauszugehen. „Warte, brauchst du kein Geld?“, sprach er plötzlich unsicher.
Natascha drehte sich unerwartet um und drehte sich ungläubig zurück. „Ich? Wollen Sie mir Geld leihen? Danke, Herr Busch. Sie sind wirklich ein guter Mann.“
„Aber ich habe eine Bedingung.“ Sagte er
„Welche Bedingung?“
„Heirate mich.“
Heiraten? Sie dachte, sie hätte es falsch gehört, also wartete sie eine Weile, um Edward zu fragen: „Wovon redest du?“