Kapitel 13
Tief in den Wäldern gab es einen abgelegenen Bereich. In diesem abgelegenen Bereich war eine Hütte. Sie war ziemlich klein und hatte zwei Fenster auf jeder Seite mit einer kleinen Holztür in der Mitte. Vor der Hütte, ein paar Meter entfernt, stand ein altes Auto. Im Wohnzimmer in der Hütte saßen drei Männer um einen Tisch, spielten Karten und lachten. Unter den drei Männern war der Priester, der die 'Exorzismus' in Julians Haus durchgeführt hatte. Er trug ein schwarzes Tanktop und himmelblaue Jeans. Die restlichen zwei Männer waren ohne Hemd. Einer war etwas stämmig und hatte kurze, lockige, braune Haare mit braunen Augen. Der andere war blond und dünn mit blauen Augen. Ein Stapel Bargeld lag auf dem Tisch in der Mitte des Trios, während sie spielten.
"Ich sag's euch", brüllte der anscheinend falsche Priester lachend. "Der Typ war ein Trottel. Ein riesiger, um genau zu sein!"
"Wie leicht ist er darauf reingefallen?" fragte Die Blonde und wischte sich die Tränen aus den Augen, während sie unkontrolliert vor eigenem Lachen zitterte.
"Haken, Schnur und Senkblei!" rief der falsche Priester.
"Was für ein leichtgläubiger Dummkopf", schüttelte Der Mann mit den braunen Haaren den Kopf. "Auf einer Skala von eins bis hundert sollte die Dummheit dieses Typen bei zehntausend liegen. Kostenlos 50 Dollar!"
Das Trio brüllte gleichzeitig vor Lachen.
Der Priester stand nach einer Weile auf und reckte sich.
"Nun, ich habe Kohldampf", sagte er und ging in Richtung Küche. "Ich hole mir ein Bier. Hat jemand Bock?"
"Gerne", sagte Der Mann mit den braunen Haaren.
"Nein, danke. Geht klar", sagte Die Blonde.
Der Priester zuckte mit den Schultern und verschwand. Auf dem Weg zum Kühlschrank öffnete er ihn und holte zwei Bierdosen heraus. Sobald er den Kühlschrank schloss, blies plötzlich ein Wind in die Küche. Er schauderte, als ihm plötzlich kalt wurde.
"Das war komisch", murmelte er und schüttelte den Kopf.
Sobald er das Wohnzimmer betrat, war er schockiert über den Anblick, der ihn erwartete.
Seine beiden Begleiter standen wie angewurzelt an Ort und Stelle, die Hände fest an den Seiten. Sie starrten ihn mit leeren Ausdrücken im Gesicht und leblosen Augen an.
"Leute?" Der Priester ging vorsichtig auf sie zu.
"Einer der Männer", sangen sie im Chor.
"Was?" Er unterbrach seine Schritte. "Leute, was soll das? Warum benehmt ihr euch so komisch?"
Dem Priester sprang fast das Herz aus der Brust, als seine Begleiter plötzlich zuckten. Ihre Köpfe neigten sich zur Seite und sie begannen zu chanten:
"Einer der Männer.
Wo dein Schicksal liegt.
Es wird dann geschehen.
Du bist ein Opfer."
Der Priester schluckte, als sie beide jeweils einen Zeigefinger ausstreckten und über ihn hinauszeigten. Sich umdrehend, schrie er schockiert auf, als er das räuberische Lächeln der bösen Gestalt sah. Das Grinsen der Gestalt verbreiterte sich und schwarze Flüssigkeit begann aus den Mundwinkeln zu quellen. Sein Lächeln verwandelte sich in ein Gelächter, als es begann, bedrohlich auf den Priester zuzugehen.
"Was zur Hölle?!" kreischte der Priester.
Er drehte sich um, um zu rennen, aber er spürte die verbrannten Hände der Gestalt, die seine Schulter fest umklammerten. Kalter Schweiß brach auf seinem Körper aus, als er spürte, wie die Gestalt in sein Ohr atmete.
"Opfer", flüsterte es.