Kapitel 135: Die einzige Chance
Benjamin dachte, er wär unerschrocken, konnte sogar in den gefährlichsten Situationen cool bleiben. Aber wenn's um Martina ging, war alles anders.
Er hat Simons Blick nicht erwidert, sondern schnell über die Lage nachgedacht. Es wurde offensichtlich immer krasser, und er konnte es nicht mehr aushalten.
Ohne ein Wort zog Benjamin einen neuen Zimmerschlüssel aus der Tasche, als ob er direkt reingehen wollte.
In dem Moment versuchte Martina auch, die Situation zu beruhigen.
"Sir, bitte beruhigen Sie sich. Lass uns reden. Ich hab viele Wünsche, und lass mich die wenigstens erfüllen", flehte Martina und versuchte, Zeit zu gewinnen. "Wir haben doch nix miteinander. Sie müssen mich echt nicht so behandeln."
Mit 'nem Irren zu reden war total sinnlos.
Gerade da hörte Martina deutlich ein leises Geräusch, als würde jemand die Tür mit 'nem Schlüssel aufschließen. Aber der Typ war so in seiner eigenen Welt versunken und hat rumgeschrien, dass er diese feinen Geräusche völlig ignoriert hat.
Martina hat sofort gecheckt, dass Benjamin zurück war. Aber der Typ hatte immer noch das Obstmesser auf sie gerichtet, und sie konnte kein Risiko eingehen.
Sie hat ihr Hirn angestrengt und plötzlich einen viel krasseren Plan gehabt. Es war, als ob sie extra zu Benjamin draußen gesagt hätte: "Ey, hier stehen ist voll anstrengend. Warum setzen wir uns nicht hin und reden?"
Der Typ ist langsam aus seiner eigenen Welt aufgewacht, aber Martinas ultra-schönes Gesicht hat ihn wieder getriggert.
"Warum sollten wir uns hinsetzen und reden? Warum sollte ich dir zuhören?", hat er geantwortet.
Martina hat die Zähne zusammengebissen. "Ich bitte dich ja nicht, mir zuzuhören. Ich mach nur 'nen Vorschlag. Sollen wir bis 3, 2, 1 zählen? Probier's doch mal!"
Benjamin hat jedes Wort genau gehört. Er wusste, das war ihre einzige Chance, und trotz der Risiken würde er alles tun, um Martina zu beschützen.
Der Typ in dem Zimmer hat natürlich abgelehnt. Er ist noch irrer geworden und wollte Martina direkt angreifen.
Benjamins und Martinas Zusammenarbeit war mega-smooth. Direkt als Martina geschrien hat: "3... 2... 1!!"
In der nächsten Sekunde wurde die Tür aufgestoßen und eine bekannte Gestalt stand vor ihnen.
Martina hat sich perfekt koordiniert schnell geduckt, hat 'nen kalten Windhauch über ihrem Rücken gespürt, aber keine große Bedrohung.
Der Typ mit dem Obstmesser wurde von Benjamin weggekickt.
Aber der Typ war auch verrückt. Obwohl er weit weggekickt wurde, hat er's sofort geschafft, vom Boden hochzukrabbeln.
Er ist wieder auf Martina zugerannt und hat geschrien: "Verdammte Frau! Frauen taugen echt nix! Geht zur Hölle!!!" Das Obstmesser sollte Martina abstechen, und die Situation sah echt mies aus.
Benjamins Herz hat sich zusammengezogen, und er hat sich instinktiv vor Martina gestellt.
Ein gedämpftes Grunzen war zu hören, als Benjamin noch mal einen krassen Kick gegeben hat, als ob er all seine Kraft eingesetzt hätte. Der Typ wurde weggekickt und war für 'ne Weile ohne Reaktion.
Aber Martina hat gemerkt, dass was nicht stimmt; Benjamin schien verletzt zu sein.
Simon war kreidebleich vor Angst und ist angerannt: "Boss, alles okay?"
Auf Benjamins Rücken steckte eindeutig ein Obstmesser, obwohl es nur ungefähr ein Zehntel seiner Länge war, war es doch ziemlich ernst.
Benjamin blieb still, als wäre nix passiert. Wenn da nicht die feinen Schweißperlen auf seiner Stirn gewesen wären, hätte man nicht gemerkt, dass er verletzt war.
Martinas Stimme zitterte, als sie das gesehen hat: "Benjamin --"
War Benjamin auch verrückt geworden? In so 'ner gefährlichen Situation, warum sollte er seinen eigenen Körper benutzen, um sie zu beschützen?? Wenn ihm was passiert, wusste Martina, dass sie sich nie verzeihen könnte.
Unerwartet hat sich Benjamin in dem Moment die Zeit genommen, um Martina zu beruhigen: "Mir geht's gut, nur 'n kleiner Kratzer."
Martina war ja nicht blind; wie konnte sie nicht sehen, dass das weit mehr als 'n kleiner Kratzer war? Es war fast 'n tödlicher Stich!
Sie hat Benjamins Arm genommen und gesagt: "Du brauchst 'nen Arzt. Du bist so 'n Idiot! Warum hast du mich gerettet? Hast du 'n Knall? Was soll ich machen, wenn dir was passiert?"
Vielleicht wegen der Tiefe der Wunde ist Blut aus Benjamins Rücken weiter geflossen, und seine Klamotten waren schon rot gefärbt. Außerdem sind Blutstropfen einer nach dem anderen auf den Boden gefallen.
Martinas Augen waren mega rot, ob es nun wegen dem Blut oder aus irgendeinem anderen Grund war.
Simon war besonders sauer; wie konnte es sich jemand trauen, seinen Boss direkt vor ihm anzufassen? Die mussten ihr Leben echt nicht wertschätzen!
Die Hotelangestellten sind schnell gekommen und haben den bewusstlosen, mutmaßlichen Mörder gesehen, der zu Boden getreten wurde, mit Blut sogar aus dem Mund. Die hatten keine Ahnung, was vorher passiert war.
Das Bild von Benjamin mit 'nem Obstmesser im Rücken wurde auch von den Angestellten gesehen. Die Angestellten seufzten: "Der Mann ist echt hart im Nehmen. Selbst in so 'ner Situation bleibt er still. Er ist kein Mensch!"
Aber egal, was passiert ist, die Gäste hatten 'n Zwischenfall in ihrem Hotel, und sie mussten die Verantwortung dafür übernehmen.
Martina konnte an nix anderes denken; ihr einziger Gedanke war, Benjamin so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu bringen.
Simon hat die Angestellten angewiesen, sicherzustellen, dass der mutmaßliche Mörder sicher festgehalten und nicht freigelassen wird, dann ist er schnell zum Auto gegangen und hat sich auf die Abfahrt vorbereitet.
Sie hatten sich vorübergehend das Auto von der Firma geliehen, in der Pierre gearbeitet hat, und es war zufällig verfügbar, damit Benjamin es benutzen konnte, bis sie es zurückbrachten.
Sie kamen bald im Krankenhaus an.
Nach der Untersuchung des Doktors wurde ein krasses Ergebnis festgestellt.
"Das ist doch unerhört! Wer hat das getan? Treten Sie vor!", rief der Doktor. "Wenn das Obstmesser noch fünf Zentimeter weiter gegangen wäre, hätte es die Lungenausgangsröhre durchbohrt. Selbst wenn ein göttliches Wesen gekommen wäre, hätten die ihn nicht retten können!"
Martina war total verängstigt. Sie hatte sich nie vorgestellt, dass so was direkt vor ihren Augen passiert. Wie sollte sie das akzeptieren?
Sie fragte ängstlich: "Also, ist sein Zustand jetzt so schlimm? Können Sie schnell die Blutung stoppen und ihn behandeln?"
Der Doktor seufzte: "Im Moment ist die Situation nicht besonders kritisch, aber er braucht Ruhe. Außerdem muss er zweimal täglich seine Medikamente nehmen, damit die Wunde besser heilt."