Kapitel 141: Gibt es Unzufriedenheit mit dem Plan?
Martina war echt am Start.
Pierre wusste genau, was Martina für Benjamin bedeutete, das checkte ja selbst 'n Vollidiot. Nur sie konnte von Benjamin so krass behandelt werden, nur sie, sonst niemand.
Die anderen haben sich noch gegenseitig angeguckt, voll keine Ahnung, wer diese Frau war, die Herr Walker so wichtig fand!
Martina ist dann vor allen aufgetaucht. Ihre Anwesenheit hat sofort alle Blicke auf sich gezogen, wie sie da elegant nach vorne gelaufen ist. Alle haben sie angegafft.
Die haben da 'ne mega hübsche Frau gesehen, mit lässigen schwarzen Hosen und 'nem weißen Tanktop, die neben Benjamin stand. In dem Moment waren voll viele geschockt.
Was ging denn ab? Wie konnte das denn sein?!?
Viele Frauen waren sofort in Benjamin verschossen. Die dachten, so ein Typ sollte eigentlich nicht so easy zu haben sein.
Wie auch immer, alle waren halbwegs entspannt. Das Wichtigste war ja... Benjamin nahe sein zu können, selbst wenn's nur ein kurzer Blick war, das hat schon mega befriedigt.
Benjamin konnte sich ja eigentlich gar nicht für irgendwen interessieren, deswegen hat er auch niemanden Stress oder Unzufriedenheit gemacht. Und jetzt waren seine Augen nur auf Martina gerichtet. Man konnte echt sagen, Martina hat sein Herz und seine Augen komplett eingenommen!
"Wieso? Wieso hat Herr Walker 'ne Frau an seiner Seite?" Viele Frauen haben total verwirrt geguckt, manche haben sich sogar vor Schmerz an die Schläfen gedrückt, weil sie dachten, sie kippen gleich um!
Pierre konnte das aber nicht mehr mit anhören! Der hat ohne zu zögern die Augen verdreht wegen diesen ganzen Lästerern.
"Was ist denn mit euch los? Habt ihr vergessen, was an dem Tag am wichtigsten war?" hat Pierre gemaßregelt. "Redet nicht über Sachen, die ihr nicht sollt, und stellt keine Fragen, die ihr nicht stellen sollt! Sonst kriegt ihr noch Ärger."
Pierre hat scharf nachgelegt: "Außerdem, ist es denn sinnvoller, dass Typen um Herrn Walker rum sind als Frauen?"
Benjamin war ja auch nur ein Mann, selbst ein Held konnte der Anziehungskraft einer schönen Frau nicht widerstehen!
Pierre hat nicht gecheckt, warum diese Frauen dachten, dass da keine Frauen um Benjamin sein sollten.
Die anderen haben sich von Pierre einschüchtern lassen und dachten, egal was sie sagen, ist falsch. Am Ende konnten sie nur peinlich berührt ihre Köpfe kratzen und sagen: "Herr Dubois, wir wissen, wir lagen falsch..."
Gott sei Dank hatte Pierre keine Zeit, sich mit denen zu streiten. Er ist schnell hingegangen, um Benjamin und Martina persönlich zu begrüßen. Er hat 'ne Geste der Einladung gemacht: "Herr Walker, Miss Martinez, bitte hier entlang."
...
Das Büro ganz oben.
Pierre hat Benjamin nach oben geführt, aber wegen der Arbeit wurde Martina in die angrenzende Lounge gebracht.
Hauptsächlich wegen ein paar vertraulichen Geschäftssachen, es war ja echt ein bisschen unpraktisch für sie, dabei zu sein.
Und Martina wollte Benjamin auch keine Umstände machen, deswegen hat sie fast sofort 'ne Entscheidung getroffen.
Kurz bevor sie sich verabschiedet haben, hat sie Simon angewiesen: "Pass auf deinen Boss auf. Seine Verletzung ist immer noch ziemlich heftig, lass seine Emotionen nicht zu doll hochkochen. Wenn du irgendwas nicht hinkriegst, sag Bescheid, dann kümmer ich mich drum."
Hätte man das früher gesagt, hätte Simon bestimmt nicht geglaubt, dass Martina so schlau drauf ist. Aber jetzt hatte er keine Zweifel an dem, was Martina gesagt hat.
Gab's überhaupt irgendwas, was Miss Martinez nicht hinkriegen konnte? Die Antwort war: Nein.
"Miss Martinez, keine Sorge, wir bleiben per Telefon in Kontakt", hat Simon geantwortet.
Martina hat zugesagt und ist dann mit 'ner jungen Assistentin in die Lounge gegangen.
Die Assistentin kam zurück und hat extra Kaffee und Saft für Martina vorbereitet, weil sie wahrscheinlich ihre Vorlieben nicht kannte, also hat sie einfach beides angeboten.
Martina hat die Assistentin dankbar angelächelt und gesagt: "Danke."
Aufs erste war die Assistentin einfach nur neugierig, was diese Frau so besonders macht, dass Herr Walker sie so behandelt. Er hat sie sogar aus dem Auto begleitet, was schon ein bisschen abgehoben wirkte. Aber jetzt, wo sie Martina aus der Nähe gesehen hat, war die ganze kleine Unzufriedenheit in ihrem Herzen komplett weg.
Kein Wunder, dass Herr Walker angezogen war; eine Frau, die so schön und sanft gesprochen hat, war zweifellos sehr sympathisch für Männer. Sogar Frauen konnten sie mögen.
Die Assistentin hat sich gefragt, ob sie wohl unberührt bleiben könnte, wenn sie jemals selbst so ein Mädchen treffen würde. Wahrscheinlich nicht!
"Gern geschehen. Das ist doch selbstverständlich", hat die Assistentin gesagt und ist unbewusst rot geworden.
Martina war total überrascht und hat die Assistentin nochmal extra angeguckt. "Was ist denn los? Warum bist du denn auf einmal so rot im Gesicht?"
Peinlich berührt hat die Assistentin ihr Gesicht berührt und sich noch unbehaglicher gefühlt. Das war so peinlich!
Gleichzeitig liefen die Sachen auf Benjamins Seite auch smooth.
Weil er 'ne lebende Werbung war, waren alle total heiß drauf, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Hätte das Projekt und die Zusammenarbeit nicht in Carlsbad stattgefunden, wäre Benjamin gar nicht extra hierher gekommen. Er musste ja schließlich persönlich erscheinen, um sein berufliches Netzwerk zu erweitern.
Die haben mit 'nem kleinen Meeting angefangen, das hat ungefähr 'ne halbe Stunde gedauert. In der Zeit war sogar die CEO von der Firma dabei.
Überraschenderweise war die CEO von dieser Firma 'ne Frau.
Obwohl die über Business geredet haben, war ihr Blick auf Benjamins Gesicht fixiert, als könnte sie die Augen gar nicht von ihm lassen.
Benjamin wirkte vollkommen unbeteiligt und hat sanft die Lippen zusammengepresst, während er sich an ein paar Szenen von der letzten Nacht erinnert hat – Martinas Schüchternheit, ihr Rumgezicke und ihre Unsicherheit. Er hat sich auch an den Moment erinnert, als was passiert ist, als er Martina verloren und ängstlich gesehen hat, wie sie verzweifelt versucht hat, die Tränen zurückzuhalten.
Es war klar, dass Martina sich so Sorgen um ihn gemacht hat, aber sie wollte es nicht zugeben.
Benjamin wusste, dass das alles wegen dem war, was er in der Vergangenheit gemacht hat, wodurch sie sich unsicher und ängstlich gefühlt hat.
Deswegen konnte Martina jetzt nicht wirklich ihr Herz öffnen.
Sie war wie ein stacheliger Igel, sobald sich jemand genähert hat, hat sie unbewusst alle ihre Stacheln hochgefahren, in der Hoffnung, ihn zu verjagen.
Benjamin war aber nicht wie andere Männer, und er konnte Martina nicht ihren Willen mit dieser Methode lassen.
Camille Moreau, die CEO, wirkte total interessiert, als sie Benjamin angestarrt hat.
Sie hat gemerkt, dass Benjamin, der normalerweise so fokussiert auf Arbeit war, in Gedanken verloren wirkte. Warum hat er sich so verhalten?
Camille hat Pierre ignoriert, der immer noch ihren Kooperationsplan erklärt hat, und hat die Initiative ergriffen und gesagt: "Herr Walker, Sie scheinen unseren Vorschlag ja gar nicht so gut zu finden?"
Hätte das nicht so gewesen, hätte Camille nicht verstanden, warum Benjamin seine Zeit mit Tagträumen verbringen würde.