Kapitel 24: Der Lehrer wollte einfach nicht, dass Martina es bereut
Endlich guckt sich **Martina Martinez** den **Der Mann** an und stoppt, um zu fragen: „Geht das nicht?“
„Wer sagt denn, dass man in ner Beziehung ständig aufeinander kleben muss? Wir sind ja nicht mal verheiratet. Wenn ich jetzt Schluss machen will, geht das nicht?“, kontert **Martina**, total ernst und sauer.
Sie hat sich wohl gedacht, dass die normale Masche nicht zieht, also lieber knallhart. Wär ja für alle besser.
Außerdem, in **Benjamin Walker**s Augen gab's ja eh keinen Kompromiss. Der konnte immer noch hierbleiben und sie vollquatschen, wahrscheinlich wegen seinem Opa. Das war nix für **Martina**, und sie wollte das lieber direkt abhaken.
Die Worte hauen **Benjamin** im ersten Moment echt um.
Der hat das nie geglaubt, was **Martina** so sagt, sondern dachte, das wär nur Gelaber.
„Ich hab dir doch gesagt, ich kann dir alles geben, was du willst. Komm nach dem Bankett mit mir zurück“, sagt er mit nem finsteren Blick. „Wenn du nicht mit anderen zusammen wohnen willst, kann ich dir auch ne eigene Bude besorgen, aber du musst mir alles erzählen, was du machst.“
Das war **Benjamin**. Der hatte immer so ne krasse Kontrolle, als wärs das Größte für ihn, **Martina** zu kontrollieren.
**Martina** hatte auch ne Handtasche mit dem Geschenk für die Lehrerin dabei, die Blumen hatte **Elena Rodríguez** geholt.
**Benjamin** und **Martina** kamen im Hotel an und sind, weil **Benjamin** den Weg kannte, direkt in den Saal gestiefelt.
Kaum waren die da, haben die sofort alle Blicke auf sich gezogen. Alle guckten, voller Neugier, Interesse und unbeschreiblichen Gefühlen.
Einer hat **Benjamin** sofort erkannt: „Sind Sie **Herr Walker**?“
Ja, **Benjamin** war jung und talentiert, den wollte jeder am liebsten an Land ziehen.
**Martina** wollte nix mehr mit **Benjamin** zu tun haben, hat sich also irgendwo hingesetzt.
Sie wollte auch ihre Lehrerin finden und ihr schnell das Geschenk geben.
**Benjamin** wollte sich neben **Martina** setzen, aber die Leute haben sich um ihn rumgeschmissen, sodass er gar nicht wegkam.
**Benjamin** mochte das nicht, wenn ihm einer zu nah kam, und sein Blick wurde noch kälter.
Aber die Leute wussten das nicht und dachten, **Benjamin** wär einfach wie immer.
Alle haben versucht, mit **Benjamin** ins Gespräch zu kommen, so Sachen gesagt wie „**Herr Walker** ist echt jung und vielversprechend.“
„Ich wollte immer schon mal **Herr Walker** kennenlernen, hatte aber nie die Chance. Jetzt endlich hab ich die Gelegenheit. Das ist ja wie vom Himmel geschickt!“
„Übrigens, ich glaub, ich war mal Klassenkamerad von **Herr Walker**. Aber der ist jetzt ganz oben, und ich hänge weit hinten.“
„Wenn heute nicht der Geburtstag von **Frau Bridge** wär, hätten wir uns vielleicht nie wieder getroffen in diesem Leben...“
**Benjamin** hat sich nicht die Mühe gemacht, den Leuten zuzuhören. Er war ungeduldig.
**Simon Lee** hat das gesehen und kam schnell rüber und sagte: „Es tut mir leid, **Herr Walker** hat was Wichtiges zu erledigen. Wir müssen gehen. Wir sehen uns wieder.“
In dem Moment war **Benjamin** am Limit mit seinen Gefühlen. Alle sahen seinen eisigen Blick und dachten, der frisst gleich Leute, also sind die schnell in alle Winde zerstreut.
Zufällig hat **Martina** nen Anruf von **Frau Bridge** bekommen und ist in den kleinen Einzelraum im Flur gegangen.
Mit dabei war die Nachzüglerin, **Elena**. Mit nem Blumenstrauß in der Hand hat **Elena** die direkt **Martina** in die Hand gedrückt, als sie reinkamen.
„Tut mir leid, dass ihr warten musstet, **Frau Bridge**. Wir waren zu spät, weil wir keinen Parkplatz gefunden haben, da hat sich das etwas verzögert“, entschuldigte sich **Elena Rodríguez**.
**Frau Bridge** hat sich umgedreht, in nem einfachen Kleid. Obwohl sie über fünfzig war, hatte sie immer noch ihren Charme. Selbst im Vergleich zu jungen Frauen heutzutage war sie immer noch top, weil ihr Temperament unschlagbar war. Nur leicht geschminkt, hat sie ihren tollen Charakter noch betont.
Selbst **Elena** hat ehrlich gelobt: „Kein Wunder, dass es die berühmte **Frau Bridge** ist, die schon seit Jahren die Szene dominiert. Wir haben uns ja ewig nicht gesehen, und Sie sehen ja wieder jünger aus, Lehrerin!“
**Martina**, die nicht so geschwätzig wie **Elena** war, hat sich auch mit ehrlichem Herzen genähert: „**Frau Bridge**, es tut mir leid, dass ich zu spät bin.“
Als **Frau Bridge** sah, dass nur **Martina** gekommen war, hat sich ihr Blick leicht verändert. Es schien, als hätte sie alles durchschaut, zum Beispiel, dass **Benjamin** extra gekommen war, um **Martina** abzuholen. War das nur Zufall?
**Martina** hat das durchschaut, wollte aber absichtlich nichts in Bezug auf die Person erwähnen. Stattdessen hat **Frau Bridge** ein bisschen Bedauern gezeigt und gesagt: „**Martina**, warum bist du nicht mit **Benjamin** gekommen?“
**Martina** hat die Lippen zusammengekniffen und dann gesagt: „**Frau Bridge**... die Beziehung zwischen ihm und mir ist nicht mehr so, wie sie mal war. Wenn wir zusammen kommen, zieht das unnötiges Gerede an. Ich will keine Probleme haben.“
Klar, **Frau Bridge** konnte sehen, dass die Probleme nicht der Knackpunkt waren. Wichtig war, dass **Martina** nicht mit **Benjamin** auftreten wollte.
Sie konnte nur tief seufzen, ein Gefühl der Resignation. Aber sie hat liebevoll nach **Martina**s Hand gegriffen und gesagt: „Na gut, ich kann die Gedanken von euch jungen Leuten heutzutage nicht verstehen. Solange du keine Entscheidungen triffst, die du bereuen wirst, ist alles in Ordnung. Ich hab nur Angst, dass du es bereuen wirst, das ist alles.“
**Martina** konnte den unausgesprochenen Teil von dem Satz ihrer Lehrerin verstehen.
**Elena** dagegen war total verwirrt: „Wovon redet ihr denn? Warum versteh ich das nicht, **Frau Bridge**? Habt ihr heimlich was hinter meinem Rücken gemacht?“
**Martina** hat die Initiative ergriffen und geantwortet: „**Frau Bridge**, ich versteh's. Aber ich bereue es nicht. Ich hab mich schon entschieden.“
**Elena** hatte ne krasse Vermutung im Kopf. Könnte es sein, dass **Martina** sich wieder mit dem Typen getroffen hat, als sie grad geparkt hat? Wenn **Frau Bridge** nicht dabei gewesen wär, hätte **Elena** wahrscheinlich nicht widerstehen können, das bis zum Ende rauszufinden.
**Martina** hat ihre Tasche rausgeholt und gesagt: „**Frau Bridge**, ich hab ein Geschenk für Sie vorbereitet. Ich hoffe, es gefällt Ihnen.“
Während sie sprach, holte **Martina** ihre Tasche raus und suchte nach dem Geschenk, das sie vorbereitet hatte. Sie ahnte nicht, dass hinter ihr heimlich ein **Der Mann** aufgetaucht war, und das war niemand anderes als **Benjamin Walker**.
**Elena** hat das zuerst bemerkt, und dann wurden ihre Pupillen kleiner, und sie konnte sich das Gefühl nicht verkneifen, Angst zu haben.
Was zum Teufel? Wie ist dieser Riesen-Buddha plötzlich aufgetaucht? Der hat ihr nicht mal Zeit gelassen, sich vorzubereiten!
**Elena** wollte was sagen, wenigstens Hallo oder so, aber sie war so eingeschüchtert von **Benjamin**s kaltem und arrogantem Blick, dass sie nicht mal ein Wort rausgebracht hat!