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Alex war ein bisschen neugierig, wegen dieser Frau Flicher, jetzt... Was hatte sie eigentlich mit Julia am Hut und warum konnte sie nicht einfach ihre Finger von allem lassen? Zum Glück schien seine Warnung an Claudia gewirkt zu haben. Sie ist ja auch nicht mehr aufgetaucht... Vielleicht musste er dieser 'Frau Flicher' auch mal eine Ansage machen. "Was hat sie dir angeboten?" fragte Alex noch mal und Julia zögerte, seine Frage zu beantworten...
"Es ist nichts Ernstes, keine Sorge..." Julia ließ den Satz unvollendet, weil sie fast ihre Pläne, wegzuziehen, ausgeplaudert hätte, über die sie sich noch nicht ganz im Klaren war...
"Möchtest du ein Glas Wasser?" sagte sie und ging schnell in ihre Küche, um weiteren Fragen von Alex aus dem Weg zu gehen... Alex ging ihr langsam hinterher und blieb am Eingang zur Küche stehen, seine Augen auf Ihr, als sie ihm ein Glas Wasser einschenkte... Julia konnte seinen durchdringenden Blick auf ihrem Körper spüren und sie schluckte... und hob die Augen, um ihn anzusehen... Ihre Blicke trafen sich und sie schaute sofort weg... Ihre Wangen fingen an zu glühen und ihr Herz begann ganz schnell in ihrer Brust zu rasen... Sie brachte das Wasserglas zu ihrem Mund und trank den Inhalt, in der Hoffnung, dass es ihre Nerven beruhigen würde... Warum starrte er sie denn die ganze Zeit an? Sie hätte fast geschrien... "Ich dachte, das wäre für mich bestimmt," sagte Alex mit leiser Stimme, seine Augen wanderten von ihren Augen zu ihrer Nase und dann... zu ihren Lippen...
Ihre Augen weiteten sich leicht, als sie merkte, was sie aufgrund ihrer Nervosität getan hatte... "Oh mein Gott! Entschuldigung... Ich hole dir ein anderes Glas," sagte sie und drehte sich um, um nach einem anderen Glas zu suchen. Ein leichtes Lächeln erschien auf Alex' Gesicht und er ging ganz in ihre Küche... Er merkte, dass sie nervös geworden war... Das war sie immer, wenn sie allein in ihrem Haus waren, und die Wahrheit war, er war auch nervös. Sie machte ihn nervös...
er blieb ein paar Schritte von ihr entfernt stehen und lächelte... "Ich sollte wohl besser gehen, es ist fast Abend," sagte er und sie drehte sich um, um ihn anzusehen, sie sah nicht so aus, als ob sie wollte, dass er geht und gleichzeitig war sie nervös, wenn er blieb... "Schon?" platzte es aus ihr heraus und er kicherte fast... "Willst du, dass ich bleibe?" fragte er und sie nickte langsam. "Ich will auch bleiben, aber du siehst gerade wirklich nervös aus und ich habe Gründe zu glauben, dass ich die Ursache für diese Nervosität bin." Er machte noch einen Schritt auf sie zu und sie machte unbewusst einen Schritt von ihm weg... "Davon rede ich," murmelte Alex, seine Augen taten sich schwer, sich von ihren schönen Lippen abzuwenden, die er so gerne küssen wollte... er konnte sich schon vorstellen, sie in Gedanken zu küssen, und allein diese Vorstellung trieb ihn langsam in den Wahnsinn... sie war in seinen Augen einfach zu schön, dass er nicht widerstehen konnte.
"Ich bin nicht nervös." Julia fand endlich ihre Stimme, um zu sprechen... Sie hatte keine Ahnung, dass es so offensichtlich war, dass sie nervös war, hauptsächlich, weil sie nur zu zweit im Haus waren und sie immer wieder an das eine Mal denken musste, als er sie berührt hatte und sie so reagiert hatte...
Wird er sie wieder so anfassen... oder sie küssen... Solche Gedanken tauchten immer wieder in ihrem Kopf auf und sie hatte ein wenig Angst, dass sie wieder so reagieren würde...
"Ich glaube schon..." sagte Alex mit leiser Stimme und machte zwei Schritte näher zu ihr, aber Julia versuchte, keinen Schritt von ihm weg zu machen, um ihm zu beweisen, dass sie nicht nervös war, obwohl sie ein Nervenwrack war... Ihre Brust hob sich, als seine Hand langsam zu ihrem Gesicht wanderte... Sie wusste, dass seine Augen auf ihren Lippen waren, und das machte sie noch nervöser... "Bist du sicher, dass du nicht nervös bist?" flüsterte er und machte noch einen Schritt näher zu ihr. Diesmal war er so nah, dass sie seinen Atem auf ihrer Haut spüren konnte... seine Lippen dicht an ihren... "Ja," antwortete sie mit einer Stimme, die kaum lauter als ein Flüstern war, als er sich ihr näherte... seine Lippen näher an ihren denn je, nur noch ein bisschen näher, und ihre Lippen hätten sich berührt...
Alex hob langsam seine schönen grünen Augen, um in ihre faszinierenden Augen zu sehen, die so viele Emotionen enthielten... Ein Lächeln zierte langsam sein Gesicht und seine Hand griff hinter ihren Rücken, um das Glas zu nehmen...
"Ich brauche etwas Wasser," sagte er und entfernte sich von Julia, wodurch sie völlig durcheinandergebracht wurde... Sie ballte ihre Hand zur Faust und schluckte... Ihre Brust bebte immer noch wegen des Adrenalinstoßes, den er ihr nur ein paar Sekunden zuvor verpasst hatte... Ihr Gesicht brannte heiß und sie musste sich abwenden, um Luft zu holen... Wie konnte er nur so gut aussehen, wenn sie so ein Chaos war... Warum ließ er sie so hängen, selbst wenn es nur ein Küsschen auf die Wangen war... Sie brachte ihre Handfläche zu ihrem Gesicht und berührte ihre roten Wangen...
Julia schluckte und drehte sich um, um ihren Alex anzusehen... ihr Herz raste in ihrer Brust... "Du solltest zum Abendessen bleiben," sagte sie mit leiser Stimme... Ihr ganzer Körper zitterte ein wenig... er hob die Augen, um sie anzusehen und schüttelte den Kopf...
Die Art und Weise, wie er sie ansah, ließ ein Kribbeln durch ihren ganzen Körper fließen... Es ließ die Schmetterlinge in ihrem Bauch Amok laufen... Der Blick in seinen Augen ließ sie in seine Arme rennen und ihn küssen wollen... Sie ballte ihre Hand neben sich zur Faust und schluckte wieder... "Ich glaube nicht, dass das eine so gute Idee ist." hauchte Alex und ließ das Glas in seiner Hand fallen... er hatte sie nur ein wenig necken wollen, aber jetzt stand sein ganzer Körper unter Strom wegen ihr... Sein Herz raste zu schnell und der Blick in ihren Augen ließ ihn sie küssen wollen, bis sie atemlos war...
...
"Warum ist es keine gute Idee?" antwortete sie...