Kapitel 11 Auf welcher Grundlage?
Der Titel von New Yorks erster Schönheit wurde nicht nur durch das Aussehen bestimmt. Lauras Gutaussehen wurde durch den Vergleich getrübt.
Am Ende der Show versammelte sich die Menge, um Lily zu Komplimenten und Lob zu gratulieren. Lily lächelte und antwortete bescheiden: "Es ist nichts. Ihr schmeichelt mir... meine Schwester ist auch sehr gut..."
Henna, die ihre Arme um ihre Brust schlang, verstand sofort die implizite Bedeutung: "Kann Miss Laura auch? Das möchte ich sehen!"
Die beiden Leute stimmten sich aufeinander ein, was Laura in eine unangenehme Situation brachte. Henna und Laura versuchten nur, sie zu blamieren. Wer hätte gedacht, dass Laura einfach schweigend auf die Bühne gehen würde?
Lily wurde ängstlich und ihr Herz begann zu pochen. "Unmöglich", versicherte sich Lily, dass Laura vom Land kam und noch nie ein Klavier angefasst hatte, geschweige denn einen Klavierlehrer.
"Du solltest dich lieber nicht zum Affen machen und mich bloßstellen!" Lily, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, beugte sich über Lauras Ohr und warnte sie.
Laura sah unschuldig aus und sagte etwas verwirrt: "Wolltet ihr mich nicht bloßstellen? Habe ich nicht getan, was ihr euch gewünscht hättet?"
Lily erstarrte und wurde blass. "Wenn du dich selbst demütigen willst, werde ich dich nicht aufhalten." Lily höhnte in ihrem Herzen und ging zur Seite. Aber in der nächsten Sekunde gefror das Hohngelächter auf ihrem Gesicht.
Laura, die dasselbe Lied spielte wie Lily! Lily hatte so viele Jahre Klavierspielen gelernt und viel Zeit damit verbracht, dieses weltberühmte Lied meisterhaft zu spielen... um eines Tages andere zu verblüffen. Laura sie... aus welchem Grund?
Henna, die gerade angestachelt worden war, war ebenfalls schockiert. Obwohl es dasselbe Klavierstück ist, war der Unterschied sehr deutlich. Henna verstand nicht den Sinn, warum Lily Laura provozierte. Henna stand immer für Lily ein.
Lily drehte den Kopf und sah, dass Henna verärgert war.
"Henna, ich weiß es wirklich nicht! Sie hat mich seit unserem gestrigen Treffen absichtlich in die Irre geführt." Lily griff nach Hennas Hand.
"Wenn ich es gewusst hätte... auf keinen Fall hätte ich sie auf die Bühne gelassen..." Lily biss sich beschämt auf die Unterlippe und fuhr fort: "Ich würde mich absolut nicht mit irgendetwas belästigen lassen."
"Das ist schon in Ordnung. Mach dir keine Sorgen", sagte Henna und klopfte beruhigend auf Lilys Hand. "Leute aus den abgelegenen Gegenden spielen immer gerne Tricks." Lily hat Recht. Henna verdrängte den Gedanken sofort...
Das Publikum applaudierte heftig, als Laura mit dem Spielen fertig war. Mit ein paar höflichen Komplimenten eilte sie mit Henna davon und ließ Laura allein auf der Party zurück. Laura hatte andererseits keine Ahnung. Nachdem es vorbei war, ging sie direkt hinter die Bühne, um Marcus zu suchen.
Er sah wieder gebrechlich aus. Voll bekleidet saß er da und lächelte sie an: "Das war großartig."
"Ich weiß." Laura hob die Augenbrauen und lächelte lässig.
Marcus war ein wenig überrascht. Nach kurzem Überlegen fügte er hinzu: "Du kannst sagen, dass du meine Freundin bist, wenn du in Zukunft in Schwierigkeiten gerätst. Solange ich lebe, bin ich immer noch der einzige Erbe der Familie Brown."
"Danke für deine Güte, aber... das Huhn mit einem Kuhmesser töten, ah."