Kapitel 18 Fluch
'Was?' Marcus runzelte die Stirn und schaute rüber. 'Vielleicht hast du dich geirrt.'
Laura sagte 'Oh', tat so, als wäre sie ernst, 'Na ja, ich geh mal davon aus, dass du es nicht weißt.'
Es gab keine Entschuldigung für Marcus, weiterzuspielen. Er lachte und sagte nachsichtig: 'Na gut, ich geb zu, dass die Leute von mir eingeteilt wurden.'
Laura zog die Augenbrauen hoch, als wäre sie überrascht von Marcus' Ehrlichkeit.
'Ich hab Angst, dass du gemobbt wirst und niemand dich unterstützt.' Marcus lächelte. Am Anfang tat er das. Aber jetzt schien es, als hätte er sich zu viele Gedanken gemacht. Es ist unmöglich, dass Laura gemobbt wird.
'Danke.'
Marcus lächelte und sprach nicht mehr darüber. Er schaute Laura nur mit Wertschätzung an. 'Ich war übermäßig besorgt. Du bist absolut in der Lage, das alles zu bewältigen.'
'Wie auch immer, danke für deine Güte.' Laura kramte in ihrer Tasche nach etwas.
'Letztes Mal, als ich zurück war, hab ich ein paar Pillen für dich nachgefüllt. Nachdem du die vorherige fertig hast, probier das mal.' Laura zog eine kleine Flasche heraus und reichte sie Marcus.
William konnte nicht anders, als Laura ein paar Mal aus dem Rückspiegel anzusehen. Ihr Ton war zu lässig, wie die Worte eines Arztes in einer nicht zugelassenen Klinik. Wenn Marcus nicht darauf bestanden hätte, hätte er ihn sie nicht essen lassen.
'Vielen Dank.' Marcus nahm die Medizin. Er ballte sie in seiner Handfläche zusammen und rieb sie langsam auf.
'Ja, danke, dass du mich nach Hause gefahren hast.' Laura verabschiedete sich von Marcus. Sie stieg aus dem Auto aus und ging vorwärts, ohne sich umzudrehen. Marcus hatte noch nie jemanden so frei gesehen wie sie.
Er kniff die Augen zusammen und ballte unbewusst die Fäuste. Die Wärme aus seiner Handfläche gab ihm ein surreales Gefühl. Marcus begann zu zweifeln, dass er Laura nicht in seine Familienprobleme hätte involvieren sollen.
'Herr Brown... sollen wir gehen?' William fuhr den Wagen nicht, bevor Marcus antwortete. Er wagte es nur, die Frage vorsichtig zu stellen.
Marcus nickte.
...
'Wie kannst du es wagen, zurückzukommen?' Als Laura die Tür betrat, hörte sie Lilys hohe Stimme, die ihr ein missbilligendes Stirnrunzeln entlockte.
'Du bist ein Fluch. Ich weiß nicht, was für eine Sünde wir begangen haben, indem wir dich zurückgebracht haben! Du bist so bösartig! Stirbst du, wenn du dich nicht mit uns anlegst?' Frau Taylor fluchte drauf los. Sie hatte da draußen alle Hände voll zu tun und war gerade erst angekommen. Sie war so wütend, dass sie alles an Laura auslassen wollte.
Je mehr Frau Taylor fluchte, desto mehr übertrieb sie es. Laura runzelte die Stirn und warf ihr einen Blick zu, und sie wagte es sofort nicht, den Mund aufzumachen. Frau Taylor war so aufgebracht, dass ihr die Worte, die sie sagen wollte, im Hals stecken blieben. Sie sagte nichts, bis Laura um die Ecke der Treppe verschwunden war.
'Was zum Teufel!' Frau Taylor war extrem verärgert, aber sie wagte es nicht, sich Laura zu stellen. Sie rief Bob erneut an und übertrieb, dass der Vorfall mit Jones eine große Sache sei. Als Bob das hörte, ließ er fallen, was er tat, und eilte zurück. Und versprach, Frau Taylor und Lily beizustehen.