Kapitel 283 Stolz
Was ist mit Fang Ruonan? Laura ist das total egal. Sie guckt zu der Truppe von ständig chauffierten Typen: „Wie lange ist sie schon hier weg?“
Einer antwortete schnell: „Bis jetzt sind's vier Stunden.“
Laura guckte wieder zum Ermittlerteam. Die vier Typen nickten und salutierten: „Wir schicken Hubschrauber nach Ningzhou, um Herrn Rowan zurückzuholen!“
...
Fangjia, Haupthalle.
Der lokale Chronist sitzt auf dem Hauptplatz. Im Moment verzerrt sich ein altes Gesicht und grinst Pamela an: „Frau Lin, ich möchte Ihnen wirklich danken, wenn es Sie nicht gäbe…“
„Was sagen Sie da, Fang Jiazhu?“ Frau Taylor winkte ab und lächelte freundlich. „Nan ist doch ein Kind, schlau und vernünftig, da hat Mann doch Mitleid. Ich hab doch nur meinen Teil dazu beigetragen…“
Die beiden tauschten lange höfliche Floskeln aus, bis der Diener eine Tasse Tee einreichte und der lokale Chronist vorübergehend aufhörte zu reden.
Er befeuchtete seine Lippen mit Tee und stellte vorsichtig die Frage, die er schon lange in seinem Herzen hatte: „Frau Lin, Sie sind sich wirklich sicher, dass Wen Qingye keine Verbindungen hat?“
Frau Taylor nahm einen Schluck Tee, aber es war ihr egal, die Teetasse abzustellen: „Meister Fang, Sie können beruhigt sein. Dieser Wen Qingye ist nur ein Diener vom Land. Er ist tot oder behindert. Mit etwas Geld lässt sich das regeln.“
Der lokale Chronist hatte vorher nur getestet, aber jetzt hat er eine klare Antwort und ist völlig erleichtert. Jetzt lacht er mit klarer Stimme: „Gut! Gut! Gut! Ich hab mir zu viele Sorgen gemacht. Bitte, Frau Lin, warten Sie einen Moment. Ich bringe Wen Qingye, damit er sich erstmal für eine Knochenmarkspende bereit macht.“
Frau Taylor lächelte. „Mein Meister ist mein Gast.“
Inzwischen, der Hintereingang.
„Bruder, es wird wirklich gut gehen…“
Fang Ruonan, in einem weißen Kleid, hockt im Moment vor einem Stuhl und macht einen zarten und erbärmlichen Gesichtsausdruck. „Es ist nur ein bisschen Knochenmark. Wenn du es mir spendest, tut es deinem Körper überhaupt nicht weh.“
Wen Qingye war an einen Holzstuhl gefesselt, seine Hände und Füße konnten sich nicht bewegen, nur das Klebeband auf seinem Mund war abgerissen, aber er kniff die Zähne zusammen und weigerte sich, lange ein Wort zu sagen.
Fang Ruonan macht immer noch sanft Überzeugungsarbeit: „Bruder, wenn du redest, versprich es einfach, ein ‚gutes‘ Wort, ganz einfach…“
Nach langem sanften Schleifen und hartem Einweichen sah ich nicht, wie sich Wen Qingyes Mund bewegte, und die sanfte Farbe auf Fang Ruonans Gesicht kühlte allmählich ab.
„Du willst nicht ja sagen, oder?“
Sie starrte ihn mit einem geraden Gesicht an und holte einen freiwilligen Spendenvertrag aus ihrer Handtasche. „Unterschreib das, sonst lasse ich meinen Vater deinen Vater, der allein lebt, und deine unbezogene Schwester bestrafen!“
Wen Qingqing verstand, dass Fang Ruonan über Onkel Wen und Laura sprach. Sein Gesicht veränderte sich stark, und er knirschte mit den Zähnen und starrte sie an, während er einen Satz herauspresste: „Du Miststück!“
Wohnzimmer.
Frau Taylor wählt Onkel Wen.
„Hallo, wie geht's?“
Frau Taylors Gesichtsausdruck ist stolz: „Ich bin Lauras Stiefmutter. Sag der kleinen Schlampe, wenn sie sich nicht vor mir verbeugt und sich entschuldigt, erzähle ich ihm nicht, wo Wen Qingye hingeht!“
Onkel Wens anfängliche Zweifel verwandelten sich, nachdem er die Bedeutung ihrer Worte gehört hatte, sofort in Schock und Wut: „Du! Was hast du mit meinem Sohn gemacht!“
„Tut tut.“ Frau Taylor spielte ein paar Mal achtlos mit ihren frisch gefärbten Nägeln und klang wie ein Bedauern. „Ich will das auch nicht tun. Wenn es nicht Laura gäbe, hätte ich dem unschuldigen Kind überhaupt nichts angetan.“
Onkel Wen wusste, dass sie versuchte, Widersprüche abzulenken, und war wütend: „Das ist alles eine Ausrede! Wo zur Hölle haben Sie ihn hingebracht!“
Frau Taylor lächelte und sagte nichts. Sie legte triumphierend auf. „Wenn Sie es wissen sollen, werden Sie es wissen.“