Kapitel 35 Prolog eines Dramas
Der Klassenraum war wieder still.
Lucy stand mit ihren Händen auf dem Tisch auf, räusperte sich, und ihre Stimme erfüllte den Klassenraum.
"Hört mal alle zu. Von jetzt an ist Laura mein Girl. Jeder von euch, der sie mobbt, hat ein Problem mit mir!"
Viele überraschte Augen fielen fragend und ungläubig auf Laura. Sie konnten sich nicht erklären, warum das Mädchen Lucys Zuneigung gewonnen hatte.
Laura saß ruhig da, in glücklicher und etwas komplizierter Stimmung – so fühlt es sich an, beschützt zu werden.
...
Laura führte Lucy in die Kampfkunst ein. Eine von ihnen war sehr ernst, und die andere war vertieft. Eine Lektion verging wie im Flug.
Die Glocke läutete. Sie saßen unbeweglich an ihren Plätzen, versunken in ihre Welt.
"Und dann beugst du deine Hand so..." Mitten in Lauras Rede kam ein Mann von der Tür, stupste ihren Arm an und rief: "Du bist Laura, richtig? Da ist jemand draußen, der dich sucht."
"Jemand sucht dich?" Lucy hörte es und lachte, "Ist es dein Freund? Kannst du mich ihnen vorstellen?"
Laura, mit nur einer vagen Vorstellung, schob die Hand des Mannes kalt weg und sagte mit leichtem Ton: "Sag ihr, ich bin nicht erreichbar. Ich rede mit ihr, wenn ich nach Hause komme..."
"Laura!" Lilys Stimme kam zuerst, und sie wurde von einer Menschenmenge gefolgt. Sie sagte kokett: "Ich bin gekommen, um dich zu suchen."
Plötzlich sahen alle Laura mit Neugier und Aufregung an. Schließlich sah diese Szene wie der Prolog eines Dramas aus.
Lucy berührte heimlich Lauras Hand unter dem Tisch. Laura sah Lucy an und sah, wie sie ihr zuzwinkerte, und sagte: "Was ist denn hier los?" Laura wollte lachen, konnte aber nicht.
Sie verschränkte die Arme, sah Lily an und sagte kalt: "Was willst du von mir, Schwester?"
"Nein, nichts." Aus irgendeinem Grund sah Lily betrübt aus. Sie schniefte und zeigte widerwillig ein Lächeln. Dann drehte sie ihren Kopf zu der Gruppe hinter ihr und stellte sich vor: "Sie ist meine Schwester. Bitte kümmern Sie sich um sie."
Sie zog ein Mädchen aus der Menge und sagte sanft: "Laura, diese Leute sind meine Freunde. Ihr Name ist Joy. Das ist Paul. Das ist Molly..."
Die Reihenfolge der Namen machte Laura ungeduldig: "Warte mal. Ich verstehe, und dann?" Was versuchte Lily zu tun?
"Ich, dann." Lily stammelte und faltete die Hände. Sie sah Laura lange mitleidig an, unfähig, ein Wort zu sagen. Laura war genervt, sie so zu sehen. Sie tat nichts, also warum sollte Lily jeden Tag so ein Gesicht aufsetzen?
"Lily, reicht es dir? Du..."
"Derjenige, dem es nicht reicht, bist du, richtig." Das Mädchen, das von Lily gezogen wurde, unterbrach Laura plötzlich mit einem angewiderten Gesicht.