Kapitel 96 Von Angesicht zu Angesicht
"Ist schon okay." Wie erwartet, angesichts Lilys Beileid, kratzten sich alle am Kopf und wurden schüchtern.
Ein Mitglied flüsterte plötzlich: "Diese Person hat so viele Projekte angemeldet... Ist das nicht deine Schwester?"
Er reichte Lily das Anmeldeformular: "Deine Schwester hat sich auch für das Kunstfestival angemeldet... Sie hat echt viel Talent. Das ist brillant."
Lily scannte das Formular und erklärte: "Meine Schwester... Selbst wenn sie knapp bei Kasse ist, kann sie doch nicht so dreist sein, oder?"
"Hä? Knapp bei Kasse?" Die Mitglieder erstarrten kurz und erinnerten sich dann schnell daran, dass der erste Preis 100.000 waren.
"Also, um ihr Glück zu versuchen." Er war enttäuscht.
Lily zog eines der Anmeldeformulare vom Tisch: "Da meine Schwester knapp bei Kasse ist, sollte ich auch helfen." Sie verglich es mit Lauras Anmeldebogen und meldete sich für die gleichen Sachen wie sie an.
...
Nach der Schule strömten die Schüler aus dem Tor.
Als Laura zum Tor ging, vibrierte das Handy in ihrer Tasche – eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.
[Hallo, hier ist deine Beraterin, Dora. Wann denkst du, hast du Zeit und wir können uns treffen?
Laura erinnerte sich dann daran, dass der Chef ihr einen Termin mit einer Beraterin gegeben hatte.
[Hallo. Können wir einen Termin für 14:00 Uhr in drei Tagen vereinbaren?
Die SMS wurde gesendet und sie einigten sich schnell auf einen Termin.
Laura steckte ihr Handy weg und wollte gerade den Zebrastreifen überqueren, als sie eine vertraute Gestalt auf der anderen Straßenseite bemerkte – Kimberly. Es sah so aus, als würde Kimberly auf sie warten.
"Laura!" Tatsächlich, als sie sie sah, trabte Kimberly freudig herüber.
"Laura, wir haben uns noch nicht offiziell kennengelernt. Lass mich dich mal genau ansehen. Du siehst hübscher aus als vorher."
Bevor sie ihre Worte beenden konnte, zog Laura ihre Hand zurück, die Kimberly ergriffen hatte.
"Kimberly, wir scheinen uns nicht gut zu kennen, oder? Es ist jetzt niemand anderes da, also sag mir einfach geradeheraus, was willst du?"
Das Lächeln auf Kimberlys Gesicht erstarrte, als sie von Laura auf so unversöhnliche Weise behandelt wurde.
"Laura, wovon redest du?" Sie lächelte widerwillig: "Ich will gar nichts, ich möchte dich nur mit Oma bekannt machen. Schließlich hast du Oma noch nie getroffen..."
"Oma?" wiederholte Laura bedeutungsvoll: "Nur um Oma zu treffen?"
"Und andere Leute, wie..."
Bevor Kimberly ein Beispiel nennen konnte, unterbrach Laura sie: "Okay, ich komme mit."
"Hä?" Kimberly war überrascht und sagte dann freudig: "Na dann, wir gehen gleich."