Kapitel 73 Invasion
"Gucken ist uncool, Frau Wilson.", sagte Laura.
Frau Wilson war so peinlich berührt, dass der Klaps an der Scheibe kein Papierfetzen mehr war, sondern ein kalter Klaps.
Sie biss sich auf die Lippe und sagte wütend: "Es ist doch nur eine Vorlesung. Ich darf sie mir nicht mal ansehen?!"
Sie stampfte mit ihren High Heels auf und verließ das Fenster der Klasse 8. Sie hasste Laura jetzt noch mehr.
...
Wochenende.
An diesem Tag organisierten ein Dutzend Schüler aus der Klasse 8 eine Party.
Sie luden Lucy und Laura ein, mitzumachen. Laura hatte keinen Bock, aber sie konnte Lucys Drängen nicht widerstehen, also musste sie zustimmen.
Die bunten Lichter waren blendend, und das Gesinge war sogar ohrenbetäubend. Die Menge spielte verschiedene Spiele.
"Laura!" Lucy zerrte Laura am Jackenärmel, "Kommst du nicht mitspielen?"
Laura schüttelte den Kopf, "Nö."
Ihre Stimme wurde von der lauten Musik übertönt, aber Lucy verstand ihre Bewegung, "Nö? Es macht doch keinen Spaß, hierher zu kommen und nicht mitzumachen!"
Laura schüttelte immer noch den Kopf. Sie bekam jetzt langsam Kopfschmerzen von dem Lärm.
Laura beugte sich zu Lucys Ohr und schreit: "Ich geh mal aufs Klo!"
Lucy spielte gerade mit ein paar ihrer Freunde und nickte abwesend, "Geh ruhig!"
Laura wusch sich im Badezimmer das Gesicht und starrte sich mit nassem Gesicht im Spiegel an, was sie lebendig machte. Nachdem sie sich Hände und Gesicht abgetrocknet hatte, bereitete sie sich darauf vor, rauszugehen.
"Ah!"
Nur ein paar Schritte entfernt rannte sie frontal gegen eine breite Brust.
"Entschuldigung." Laura entschuldigte sich reflexartig und musste dann den Mann vor ihr umgehen.
"Laura, warte mal. Ich muss mit dir reden." Der Mann hatte nicht die Absicht, sie gehen zu lassen, sondern seine langen Arme reichten aus und versperrten ihr den Weg.
Laura blieb stehen, vorsichtig, aber zeigte ein breites Lächeln, "Ja, ich bin Laura, was kann ich für dich tun?"
"Nichts." Eric warf ihr einen herablassenden Blick zu, nur um ein irritierendes Lächeln auf ihrem Gesicht zu finden. Seine Nichte, wegen so eines Lächelns war sie verzaubert, oder?
"Nur ein Wort. Halte dich von Lucy fern."
Als sie diesen Namen hörte, verblasste das Lächeln auf ihrem Gesicht.
Sie fragte rhetorisch: "Warum interessiert es dich, wie ich mit Lucy auskomme? Wer bist du, dich in ihren Freundeskreis einzumischen?"
Erics Stimme war tief, "Weil ich ihr Onkel bin!"
"Achso." sagte Laura ruhig, "Und?"
Eric war von ihrer gleichgültigen Haltung irritiert. Er trat einen Schritt vor, um sich ihr zu nähern, und sagte kalt: "Du bist ein Miststück der Taylor-Familie. Du hast es geschafft, dich mit Lucy anzufreunden. Denk nicht, ich wüsste nicht, dass du dich ihr mit bösen Absichten näherst..."