Kapitel 352. Etwas stimmt nicht
"Was... wollen wir?"
Feng Hua wiederholte Li Yunmengs Worte und überlegte. Er sagte zu einer Gruppe verängstigter Männer und Frauen, die sich in der Ecke zusammenkauerten: "Bevor ich meine Meinung ändere, will ich nur, dass Laura hierbleibt, alle anderen können abhauen..."
Mitten im Satz stürmte die Gruppe Leute, wie nach einem Freispruch, zur Tür hinaus und machte sich davon.
Li Yunmeng stampfte wütend mit dem Fuß auf: "Ihr habt ja gar keine Loyalität!"
Als ein Mädchen an ihr vorbeiging, nahm sie ihre Hand und flüsterte: "Yunmeng, geh schnell. Das geht dich nichts an..."
Li Yunmeng zog ihre Hand zurück. Sie ging nicht weit und sagte "hm": "Wie kann ich Sheng Sheng alleine lassen? Sie wurde von mir mitgebracht!"
Dann rannte sie direkt zu Laura und stupste sie mit dem Ellbogen an.
"Sheng Sheng, spiel nicht den Helden. Ich werde später ein ernstes Wort mit denen reden. Du solltest die Gelegenheit nutzen und schnell abhauen."
Von Anfang bis Ende war Laura total unbeeindruckt.
Gerade lehnte sie sich auf dem Sofa zurück und hatte sogar die Ruhe, Li Yunmeng zu beruhigen: "Mir geht's gut, geh doch erstmal raus?"
"Aber..."
"Sei lieb, geh raus." Laura tätschelte Li Yunmeng sanft die Wange, ihre Augenbrauen waren gewölbt.
Wie von ihrem Lächeln verzaubert, konnte Li Yunmeng nicht anders, als aufzustehen, Fengyus Hand zu nehmen und zusammen zur Tür hinauszugehen: "Fengyu, lass uns zuerst rausgehen."
Feng Yu wollte etwas sagen, aber am Ende sagte er nichts, also führte Li Yunmeng ihn hinaus.
Vor dem Raum.
Die grelle Glühbirne in der Lobby ist hell und blendend, und Li Yunmeng wachte wie aus einem Traum auf.
Sie erschrak: "Wie bin ich hier rausgekommen?!"
daraufhin packte sie hastig Fengyu und wollte zurückfahren: "Warum bist du mit mir rausgekommen? Sheng Sheng alleine in dem Raum lassen, sie ist doch in Gefahr!"
Feng Yu war sprachlos: "Hast du mich nicht rausgerufen?"
"Stimmt's? Warum erinnere ich mich nicht?....." Li Yunmeng sagte benommen und versuchte verzweifelt, die Tür des Raumes zu ziehen, aber wie auch immer, sie ging nicht auf.
Sie war so beunruhigt, dass sie schwitzte und wahnsinnig gegen die Tür schlug: "Was ist denn los? Was ist das für 'ne beschissene Tür? Die geht nicht auf!"
Feng Yu neigte den Kopf, um den Türknauf zu betrachten, und sagte ruhig: "Die Leute drinnen haben sie wohl abgeschlossen."
"Abgeschlossen?" Li Yunmeng gab nicht auf und zerrte so heftig an der Tür, dass die ganze Person heftig zitterte. "Alter, ich glaub's nicht, die Tür krieg ich doch auf, auch wenn sie abgeschlossen ist." Was ist denn der Grund dafür! Macht sie mir auf, macht sie mir auf..."
Feng Yu sah Li Yunmeng an, die in einen Wahnsinn verfiel. Im Nachhinein merkte er, dass etwas nicht stimmte. Er tätschelte ihr die Schulter und drehte ihr Gesicht zu sich: "Yunmeng? Was ist denn los mit dir? Bist du betrunken? Irgendwas stimmt nicht mit dir..."
Als er das sagte, noch bevor er Li Yunmeng beruhigen konnte, wurde Feng Yu plötzlich schwindelig im Kopf.
Er hielt seinen schmerzenden Kopf und seine Augenbrauen waren gerunzelt. "Das... was ist denn los?"
...
In dem Raum.
Auf dem riesigen roten Ledersofa sitzt Laura gerade allein.
Feng Hua ist ganz happy, dass die anderen so interessant sind und nicht mal das Feld räumen müssen, sondern von sich aus abhauen. Er setzte sich Laura gegenüber und winkte mit der Hand.
"So, jetzt ein paar Flaschen Rotwein aufmachen und schon mal feiern!"
Laura nippte an dem Schwarztee mit Goji-Beeren in der Tasse und beobachtete alles kaltblütig. Eine Gruppe Dandys umringte Feng Hua und öffnete Rotweinflasche um Rotweinflasche.
"Kleines Biest, komm, lass uns einen trinken."
Feng Hua grinste widerlich, beugte sich nach vorn und betrachtete Lauras Gesicht sorgfältig, seine Augen verrieten einen zum Anbeißen-Blick.