Kapitel 157 Hauptversammlung der Aktionäre
Nach einem Streit in Laura war alles beim Alten, nur ein bisschen aufgewühlte Luft.
Sie guckte Lin Tianyun ganz ruhig an. „Weißt du denn nicht, dass Hausfriedensbruch zu Verhaftung führt?“
Kaum hatte sie das gesagt, kamen schon zwei junge Leute in Uniform rein und zeigten ihre Ausweise. „Wir haben einen Alarm bekommen. Wer ist hier unbefugt eingedrungen?“
Nahezu augenblicklich starrten alle Lin Tianyun an, der in der Mitte stand.
Lin Tianyun wurde knallrot und stritt ab: „Hab ich nicht! Das ist das Haus meines Onkels! Ich bin sein Neffe! … …“
Die beiden Polizisten hörten sich seine Erklärung überhaupt nicht an. Trotz Lin Tianyuns heftigem Widerstand legten sie ihm Handschellen an und drückten ihn raus. „Bitte kommen Sie mit uns.“
Die Dinge hatten sich zu schnell zugespitzt, Lin Tianyun verlor das Gesicht vor allen Leuten. Er war unfähig und wütend, fluchte: „Laura, warte auf mich! Du Schlampe, Schlampe!“
Seine Stimme verhallte, bis sie ganz verstummte. Nur ein paar Leute am Ort schauten sich an.
„Ich, ich...“ Der Aktionär wischte sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn und wollte mit einem freundlichen Lächeln weglaufen. „Ich hab nichts weiter zu tun, ich geh zuerst.“
Die Aktionäre verließen das alte Haus in aller Eile, und diese Farce war endlich vorbei.
Der Butler ging zu Laura und verbeugte sich leicht. „Vielen Dank für diesmal.“
Laura nahm die Dankesworte des Butlers nicht zu Herzen. Egal, sie tat es ja auch nicht für irgendjemanden, sondern nur für Opa. „Kein Ding.“
Opa Lin setzte sich wieder auf den oberen Platz. Er schaute sich um und winkte allen zu. „Ihr geht zuerst zurück. Sheng Sheng, du bleibst hier.“
Eine Gruppe von Leuten verließ den Raum an verschiedenen Stellen. Opa Lin winkte Laura zu sich und tätschelte ihren Kopf.
„Enkelin, sag Opa ehrlich, hast du die beiden Polizisten gerufen?“
„So halb.“
Laura überlegte kurz, bevor sie weiter erklärte: „Eigentlich sind es ja keine Polizisten, sondern ein Einsatzteam.“
Vom Einsatzteam? Opa Lin war überrascht, seine Augen weiteten sich leicht.
Woher er nicht wusste, wann Sheng Sheng ein so weites Netzwerk an Kontakten hatte?
Nach der Genugtuung war ich besorgt. Opa Lin war nicht wohl dabei. „Sheng Sheng“, du kennst die Leute im Einsatzteam. „Erzähl das bloß niemandem, auch deinem Vater nicht!“
Laura lächelte schlau. „Hmm. Opa, du kannst dich darauf verlassen, dass ich auf dich höre.“
„Hmm.“ Opa Lin fiel ein großer Stein vom Herzen, und er konnte nicht anders, als zu sagen: „Du musst dir wegen heute Abend keine Sorgen machen. Opa will nicht, dass du dich da einmischt, weißt du?“
Dieses Mal stimmte Laura nicht direkt zu.
Sie wich dem Thema aus und guckte neugierig nach oben. „Opa, hält die Firma demnächst eine Aktionärsversammlung ab? Kannst du mich mitnehmen?“
Opa Lin war erfolgreich abgelenkt.
Gerade rechtzeitig dachte er darüber nach, wann er Zeit hätte, seine Enkelin mit in die Firma zu nehmen. Ist es nicht die Aktionärsversammlung? Es schadet ja nicht, sie ihr zu zeigen.
Opa Lin stimmte bereitwillig zu: „Klar doch.“
...
Die Firma hielt wie versprochen eine Hauptversammlung der Aktionäre ab.
Opa Lin saß in der obersten Position, schaute sich eine Woche lang um und nachdem er sichergestellt hatte, dass kein Personal fehlte, räusperte er sich und sprach langsam.
„Auf dieser Aktionärsversammlung gibt es eine wichtige Sache, die ich euch mitteilen möchte – der Schatz des Ladens in Emerald Square ist weg.“
Kaum war das gesagt, änderten einige Aktionäre, die vorher nichts wussten, ihre Gesichter drastisch.
„War es vorher nicht immer gut? Warum ist es plötzlich verschwunden?“
„Was soll ich wegen dieser Kooperation tun? Doppelte Schadenersatzforderungen!“
„Lasst uns überlegen, wie wir den ausländischen Firmen Rechenschaft ablegen können...“