Kapitel 28 Parfüm
Laura nickte Herrn Taylor zu und drehte sich dann um, um zurück in ihr Zimmer zu gehen.
"Stopp!" Herr Taylor hatte nicht die Absicht, sie gehen zu lassen. Er schrie grimmig: "Wenn du mich siehst, sagst du dann nicht 'Hallo'?"
Laura stockte, ein vages Gefühl der Vertrautheit beschlich sie. Nach langem Nachdenken erinnerte sie sich kaum daran, dass diese Szene ihrem Bruder widerfahren war, als er zurückkam. Laura wollte lachen. War die Familie sauer, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekam?
"Es tut mir leid, Papa, ich habe es nicht gemerkt." Sie drehte sich gehorsam um, senkte den Kopf und sagte es.
Herr Taylor setzte sich aufrecht hin und betrachtete seine uneheliche Tochter. Er war gerade erst zurückgekommen und kannte Laura nicht gut, daher konnte er nur von Frau Taylor von ihr hören. Nachdem er sich die Beschwerde angehört hatte, war er enttäuscht und angewidert von ihr.
"Papa, Papa, was, was ... kann ich für dich tun?" Laura blinzelte und versuchte, ängstlich auszusehen, als Herr Taylor lange schwieg.
Herr Taylor hatte das Gefühl, dass diese uneheliche Tochter nicht ganz dem Bild entsprach, das Frau Taylor beschrieb. Aber darum kümmerte er sich nicht wirklich und sagte steif: "Ich weiß, dass du es in all den Jahren auf dem Land schwer hattest. Aber es gibt keinen Grund für dich, dich daneben zu benehmen. Du solltest dich anständig benehmen." Herr Taylor sah ziemlich ernst aus: "Und vergleiche dich nicht mit Lily. Lebe einfach dein Leben."
Laura konnte nicht verstehen, warum Herr Taylor das sagte, aber sie wusste, dass Frau Taylor oder Lily ihm etwas gesagt haben mussten. Und dieser sogenannte "Vater" hatte seine Tochter, ohne auch nur zu ermitteln, einfach auf dem Land zurückgelassen.
Laura verspottete ihn in ihrem Herzen, aber sie krümmte die Schultern und nickte wie ein kleines Kaninchen: "Papa, ich weiß." Herr Taylor hob die Augenbrauen, sein Machismo war extrem befriedigt, und er betrachtete Laura wohlwollender. Er versuchte, wie ein Vater zu sein, und sagte sanft: "Laura, mach Papa keine Vorwürfe. Ich werde es später wieder gutmachen."
"Mm-hmm." Sie tat immer noch so, als wäre sie ein braves Kind.
"Na, gut. Braves Mädchen." Herr Taylor ging nach oben und berührte Laura sanft am Kopf, als er vorbeiging.
Laura unterdrückte das Übel in ihrem Herzen und blieb mit gesenktem Kopf stehen. In diesem Moment roch sie ein billiges Parfüm, das von Herrn Taylor ausging. Parfüm? Laura betrachtete ihn nachdenklich.
Frau Taylor benutzt nie Parfüm. Lily benutzt nur die großen Marken und teure Eau de Parfums. Also woher kommt dieser Geruch? Laura grinste und ihre Augen funkelten vor Interesse.
...
Nach dem Abendessen nahm Herr Taylor das von der Dienerin angebotene Taschentuch und wischte sich den Mund ab. Er blickte nach oben und fragte sich: "Warum kommt Laura nicht zum Abendessen runter?"