Kapitel 59 Schock
Er hat das Thema irgendwie gewechselt: „Ich habe gehört, dass du reif und stabil bist. Du arbeitest seit Jahren als Assistent, um Carl bei seinen Geschäftsangelegenheiten zu helfen. Du bist besser, als sie gesagt haben...“
Daniel hat sein Lob aber überhaupt nicht abgekauft und nur lustlos gesagt: „Du doch auch!“, und dann nervös zu den beiden Leuten in der Ecke geschaut.
Laura hat eine Medizin-Flasche aus ihrer Tasche geholt und sie Carl gegeben.
„Was willst du mit meinem Opa anstellen?“
Laura hat ihn angesehen und nichts gesagt.
„Opa, geht's dir gut? Hast du irgendwo Schmerzen?“
„Ich... ich...“ Carl hat immer noch heftig geatmet. Sein Gesicht war weiß, und er sah nicht anders aus als vorher.
Daniel konnte sich nicht länger zurückhalten, sondern hat Laura schließlich einen bösen Blick zugeworfen: „Wenn meinem Opa was passiert, kriegst du's mit mir zu tun!“
„Kannst du mal weniger labern und mich in Ruhe lassen?“, hat Laura die Stirn gerunzelt. Sie wurde immer missverstanden, sie war echt schlecht drauf.
„Mmm!“, hat Carl plötzlich geknurrt, sich die Kleidung vor die Brust gekrallt, sich an der Wand festgehalten und sich runtergebeugt, um sich zu „übergeben“.
Daniel ist herbeigeeilt, um ihn zu stützen und ihm den Rücken zu klopfen: „Opa, geht's dir gut? Musst du ins Krankenhaus?“
Als er sah, dass Carl einen Mund voll Blut erbrochen hatte, war er noch ängstlicher: „Opa! Opa!“
„Ich bin okay.“ Carl's Stimme war schwach, und er hat die Hand gehoben. Er hat die Blutflecken auf seinen Lippen weggewischt und sogar leicht gelächelt: „Ich fühle mich gut.“
Daniel ist erstarrt, weil er sah, dass das ursprünglich blasse Gesicht seines Opas allmählich wieder Farbe bekam, als wäre nichts gewesen.
„Das... Opa, geht's dir wirklich gut?“
„Ja.“ Carl hat gelächelt und mit dem Kopf genickt.
Daniel hat das Ganze beobachtet, und ehrlich gesagt, er war gerade etwas geschockt. Aber Carl hat gelächelt und sich bei Laura bedankt.
„Ich möchte dir wirklich danken. Der Untergrundmarkt ist weit weg von der Stadt, und der Krankenwagen kommt vielleicht nicht rechtzeitig. Du hast mir wirklich das Leben gerettet.“