Kapitel 75 Gift
Plötzlich an etwas denkend, änderte sie schnell ihre Worte: "Vergiss es."
Als sie merkte, dass diese zwei Worte eine Art Enttäuschung für ihn darstellten, sah Erics Gesicht sofort schlecht aus. Er ballte die Hände zu Fäusten und konnte nichts sagen.
"Egal, es ist meine Sache. Mit wem ich mich anfreunden will, geht niemanden etwas an – und das schließt dich mit ein. Verstanden? Onkel."
Eric ignorierend, der nach diesen Worten blass aussah, nahm Lucy Lauras Hand und drehte sich um.
Auf dem Rückweg trafen sie jemanden Unerwarteten.
"Laura, was machst du denn hier?" Marcus war ganz überrascht.
Laura war auch überrascht und deutete auf Lucy, die sie mitzog: "Bin mit ihr gekommen."
In New York war die einzige Tochter von Mr. James für ihre Launenhaftigkeit berüchtigt. Marcus verstand sofort, warum Laura hier war, und er lächelte: "So ein Zufall hätte ich nicht erwartet. Mein Großvater hat dich auch schon erwähnt, dass das Medikament, von dem du gesprochen hast, sehr wirksam war, und ich muss dich zu einem Essen zu mir nach Hause einladen."
Laura verstand sofort. Sie fand die Party langweilig, wusste aber nicht, wie sie gehen sollte.
"Ich habe gerade Zeit. Wie wäre es, wenn... ich mit ihm gehe?" Laura warf Lucy einen Blick zu.
Lucy war unglücklich: "Laura, was ist denn so toll daran, zu ihm nach Hause zu gehen, bleib doch einfach bei mir..."
"Nun ja..." Laura zögerte.
Das sehend, ging Marcus direkt zu ihr und legte seinen Arm um Lauras Taille: "Richtig, lass uns jetzt gehen."
"Äh, äh!" Lucy geriet in Panik, "Warte mal eine Minute!"
Sie schrie schnell und wütend, aber Marcus hatte Laura bereits weggebracht.
"Lucy, warum trödelst du denn hier? Willst du nicht rein und spielen?" Eine Schülerin, die auf der Toilette war, sah Lucy überrascht an.
Lucy stampfte wütend mit dem Fuß auf: "Marcus, du wagst es, meine Laura zu entführen." Lucy, die sich nichts mehr einfallen ließ, fluchte und ging zurück zur Party.
Die verdutzte Schülerin blieb am selben Ort stehen.
...
Das Haus der Browns.
Opa legte den Blumentopf in seiner Hand glücklich ab: "Mal sehen, wen hat mein Enkel mitgebracht, um mich zu sehen?"
Laura war etwas schüchtern. Sie rief "Opa" und ließ ihn ihre Hand nehmen und sie von Kopf bis Fuß betrachten.
Opa holte eine Halskette aus seiner Tasche: "Dieses Treffen war so plötzlich, dass ich keine Zeit hatte, mich darauf vorzubereiten, also nehme ich dies als Geschenk für meine Enkelin."
In diesem Moment warf Laura einen Blick auf Marcus, der ihr folgte, und sah, wie er sanft nickte. Sie lächelte und nahm das Geschenk an: "Danke, Opa!"
"Gerne doch." Opa zog Laura herzlich hinein.
Währenddessen beobachtete Laura ständig sein Gesicht. Plötzlich bemerkte sie etwas – aus dem Gesichtsausdruck heraus war er schon lange vergiftet worden!