Kapitel 21 Kampf
Mit der Absicht, sich für Lily und ihre Mutter zu rächen, ging Bob auf den kleinen Garten zu. Laura folgte, und warf ab und zu einen Blick auf Bobs Rücken, der vor ihr war. Ein Grinsen zog sich über die Mundwinkel.
Laura versteckte ihren Gesichtsausdruck nicht, bis Bob aufstand und sich umdrehte. „Du siehst schwach aus. Aber keine Sorge, ich werde sanft sein. Aber schließlich weißt du ja nicht, wie Mann kämpft. Gib mir also nicht die Schuld, wenn ich dich verletze. Es ist ja schließlich für dein eigenes Wohl.“ Bob starrte sie mit einem verspielten Blick an.
Das brachte Laura zum Lachen. „Musst du etwa gnädig sein?“
Bob war von ihrem Lachen irritiert und schlug Laura mit voller Wucht ins Gesicht. Laura wich aus, indem sie ihren Kopf nach rechts drehte, und schlug zurück. Bob war völlig überrumpelt. Bevor er sich fing, kam Lauras Angriff Schlag auf Schlag. Er wurde rückwärts geschlagen, es gab keine Chance für einen Gegenangriff. Lauras Faust stoppte knapp einen Finger vor Bob, der ein paar Schritte zurückwich.
Bob schluckte vor Panik und unterdrückte die Angst in seinem Herzen. Er zeigte mit dem Finger auf Laura und fragte: „Wo hast du das gelernt?“ Das junge Mädchen sah dünn aus, aber ihr Körper schien besonders viel Energie zu enthalten.
Laura warf ihm einen flüchtigen Blick zu und sagte spöttisch: „Ich bin auf dem Land aufgewachsen, da hatte ich keine Möglichkeit, irgendwas zu lernen. Ich hab halt einfach mehr Kraft als andere.“ Bob hatte sich wieder gefangen und starrte sie an, als könnte er ein Loch in sie boxen. „Aber es stimmt ja auch, dass verwöhnte Leute wie du sich nicht mit mir vergleichen können.“ Laura lachte unverkennbar, zusammen mit ihrem hübschen Gesicht, was ein Gefühl von Helligkeit ergab.
Bob schien von ihrem Lächeln genervt zu sein und zog ein langes Gesicht. Als er den Sarkasmus in ihrem Ton hörte, wurde er sofort wütend und erhob seine Stimme. „Bist du wirklich ein Mädchen? Außer dieser rohen Kraft hast du nichts. Schau dir deine Schwester an, wie ein Mädchen eigentlich sein sollte.“ Nachdem er das gesagt hatte, schnaubte er leicht: „Heh, aber ein wildes Mädchen vom Land sollte ja eklig sein. Wie kannst du dich mit deiner Schwester vergleichen?“
Laura verdrehte die Augen und erinnerte sich an Lilys falsche Art. Von ihr lernen? Das muss sie ja geekelt haben. Diese beiden Geschwister waren Familie, taten und sagten dasselbe. Aber zu diesem Zeitpunkt wollte sie keine Zeit mehr mit Bob verschwenden
Laura ignorierte seine Worte und ging ein paar Schritte näher auf ihn zu. Obwohl sie nach oben schaute, starrten ihre Augen immer noch direkt in Bobs Augen. Sie sprach mit kalter Stimme, Wort für Wort: „Du weißt, dass ich vom Land komme, also reiß dich zusammen und lass mich in Ruhe. Sonst weiß ich nicht, was ich tue. Gib mir also nicht die Schuld, wenn du verletzt wirst.“
Bob hatte Angst vor ihren Augen und war schweißgebadet vor Angst.