Kapitel 57 Bedauern
Laura winkte Carl zu. „’Ne halbe Million Dollar reicht doch, um zu zeigen, dass du’s ernst meinst. Da du’s ja so mega findest, müssen wir den Preis auch nicht hochtreiben. Ich hab’s für zehntausend Dollar gekauft, also verkauf ich’s dir zum gleichen Preis.“
Carl war erstmal baff. Er hätte echt nicht gedacht, dass jemand das nicht ausnutzen würde.
Marcus war auch überrascht. Und ihm ging was durch den Kopf – Laura hatte Carls Angebot abgelehnt, weil die Millers und die Browns sich so gut verstanden… Marcus’ Gesicht entspannte sich langsam und er grinste sanft.
Carl war total happy. „Echt jetzt! Tausend Dank…“
Der Standbesitzer, der alles mitbekommen hatte, war plötzlich total nervös. Er hatte gedacht, die Münze wär wertlos, deshalb hatte er sie verschenkt. Aber jetzt war da jemand, der ’ne halbe Million dafür zahlen wollte!
Der Standbesitzer, total zerknirscht und panisch, starrte die antike Münze an, die Laura in der Hand hielt. Ohne nachzudenken, schrie er und rannte nach vorne. „Wartet, Leute! Ich will’s nicht verkaufen! Gebt sie mir zurück!“
Laura runzelte die Stirn und versuchte, ihm auszuweichen.
Der Standbesitzer war aber so verzweifelt, dass ihm alles egal war. Er griff nach der Münze. „Hört ihr mich? Ich will’s nicht verkaufen!“
Plötzlich stellte sich Marcus vor Laura und trat dem Standbesitzer in den Bauch.
„Hab mal Respekt vor ihr!“
Der Standbesitzer bekam den Tritt in die Rippen und knurrte vor Schmerz, fiel zu Boden. Die Leute strömten auf die Straße, um zu gucken, was los war.
Der Standbesitzer hielt sich den Bauch und schrie. „Oh mein Gott! Kommt her und fordert Gerechtigkeit für mich! Ich will’s nicht verkaufen, aber sie zwingt mich…“ Marcus lachte über die Situation und drehte sich wieder zu Laura um. „Du musst dir keine Sorgen machen. Ich bin hier und lass nicht zu, dass er dir was antut.“
Laura war kurzzeitig wie erstarrt, und etwas blitzte in ihrem Herzen auf, das sie aber sofort unterdrückte. „Ach was. Ich hatte eh nicht vor, mich um ihn zu kümmern.“
Damit öffnete sie ihre Hand und gab Carl die antike Münze. „Hier, bitte.“
Nachdem das Geld überwiesen war, war die Transaktion zwischen Carl und Laura abgeschlossen.
Der Standbesitzer lag immer noch am Boden und wurde ignoriert, was ihn noch mehr aufregte.
Er schrie. „Kommt schon, irgendjemand! Irgendjemand soll für mich Partei ergreifen!“
Die Leute um ihn herum tuschelten. Am Anfang dachten sie, der Standbesitzer wär echt sauer, aber nachdem sie sich die Erklärung von ein paar anderen Standbesitzern angehört hatten, verstand die Menge plötzlich die Situation.
Der Standbesitzer hat keine Ahnung von der Ware, also konnte Mann ihm keinen Vorwurf machen.