Epilog: Eine stille Art von Immer
Drei Jahre später. Toskana.
Der Weinberg rollte sich endlos in jede Richtung aus – saftig grüne Reihen, die mit Sonnenlicht getupft waren und sich zu Hügeln erstreckten, die den Himmel in einen goldenen Dunst hüllten. Vögel riefen faul in der Ferne, und eine sanfte Brise trug den Duft reifer Trauben und Erde, die von der Sonne gewärmt wurde.
Alina stand barfuß im weichen Gras hinter ihrem restaurierten Bauernhaus und trug ein helles Leinenkleid, das um ihre Knie flatterte. In der einen Hand hielt sie ein abgenutztes Taschenbuch – ihren zweiten Roman. In der anderen ein Glas selbstgemachten Weins, auf dessen Abfüllung Damon bestanden hatte.
Er war ein schrecklicher Winzer. Sie sagte es ihm nie.
Aus den offenen französischen Türen hinter ihr kam das Geräusch von Lachen. Eine kleinere, hellere Stimme. Eine, die es vor drei Jahren noch nicht gab, aber jetzt ihre ganze Welt regierte.
"Mama!"
Sie drehte sich gerade noch rechtzeitig um, um die verschwommenen dunklen Locken und schnellen Füße zu erhaschen, die auf sie zuliefen. Sie kauerte sich hin und hob das kleine Mädchen in ihre Arme.
"Da ist mein Sonnenschein", flüsterte Alina und küsste die Stirn ihrer Tochter.
Eva Cross hatte Damons Augen und Alinas Trotz. Eine Kombination, die sowohl Brillanz als auch Ärger für die Zukunft versprach.
Damon kam einen Moment später aus der Küche, ein Handtuch über die Schulter geworfen, sein Lächeln müde, aber voll.
"Sie hat mich überredet, ihr Gelato zum Frühstück zu geben", sagte er, gespielt besiegt.
Alina zog eine Augenbraue hoch. "Und du hast nachgegeben?"
"Sie sagte, sie würde Nonna sagen, dass ich den Toast wieder verbrannt habe."
Alina lachte. "Sie ist definitiv dein Kind."
Sie setzten sich auf das Gras unter dem Olivenbaum, Eva zusammengerollt zwischen ihnen mit einem Bilderbuch und einem schokoladenbefleckten Lächeln. Alina lehnte sich an Damons Seite, ihren Kopf auf seine Schulter gelegt.
"Das", flüsterte sie, "das ist alles, von dem ich nicht wusste, dass ich es mir wünschen durfte."
Er küsste ihre Schläfe. "Und ich würde die ganze Welt wieder verbrennen, nur um es dir zu geben."
Sie sahen zu, wie die Sonne über dem Weinberg versank und den Himmel in ein Gemälde verwandelte. Damon griff hinüber und nahm ihre Hand, verschränkte ihre Finger ineinander.
Und für einen Moment gab es keine Geister der Vergangenheit, keine Narben, keine Schatten, die um die Ecke lauerten.
Nur Liebe. Nur Frieden. Nur diese stille, heilige Art von immer.